2026-243
Nach einer ambulanten Fußoperation anhaltende, deutliche Einschränkungen
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Bei mir wurde ambulant, am li Fuß eine Hallux OP durchgeführt. Es hieß eine „unkomplizierte“ Hallux OP.
Bereits im Aufwachraum habe ich gesehen, dass mein Großzeh weit Richtung meines Gesichts stand. Das Pflegepersonal hatte ich angesprochen, es sei alles in Ordnung, das sei durch die Schwellung. Ich zog meinen Spezialschuh an und wurde abgeholt. Nächster Tag in der Praxis die Nachkontrolle, Röntgenbild wurde angefertigt, der Orthopäde/ Operateur war sehr zufrieden. Klammer, Platte und die 5 Schrauben waren gut zu erkennen. Ich sollte an meinem Großzeh leichte Übungen beginnen mit hoch und herunter drücken. Ich bekam Lymph- und Physiotherapie, AU. Keiner wusste etwas mit meinem Großzeh anzufangen, er war nicht zu bewegen.
Mir selbst war es auch nicht möglich, er ließ sich von mir nicht hoch oder herunter drücken, war steif. Dazu bei jedem Schritt Schmerzen, laufen nur humpelnd möglich, ich hatte keinen Zugang zum Großzeh, konnte ihn nicht spüren, er war aber nicht taub. Wieder Röntgenaufnahme, alles ok, hieß es. Dann sollte ich laufen, mein Großzeh ging nicht auf den Boden und Schmerzen, ständiges humpeln. Der Orthopäde herrschte mich an, ich solle endlich mal gescheit laufen. Ich sagte ich kann nicht, der Großzeh geht nicht auf den Boden und es schmerzt bei jedem Schritt. Da drückte er mir nochmals eine Physiotherapie VO in die Hand und meinte „ich möchte Sie hier nicht mehr sehen“. AU folgte. Ich wechselte die Physiotherapie Einrichtung, in der Hoffnung, dass jemand andreres eine andere Idee hat, mir zu helfen. Nichts, auch da Hilflosigkeit. Übungen an einer Sprossenwand, wo ich mich auf die Zehen stellen sollte, unmöglich. Die Schmerzen ließen es nicht zu. Knien unmöglich, sowie bücken, die Gefahr umzufallen, sehr groß und den Fuß kann ich nicht abknicken. Ich holte mir eine Zweitmeinung ein. Dieser Arzt herrschte mich an, er habe schon immer gesagt, dass Hallux OPs nicht gemacht werden sollen. Er meinte Morbus Sudeck sollte untersucht werden. Ich war beim Neurologen, Nervenstränge messen, es sei alles in Ordnung.
Mit einem Angehörigen nochmals zum Operateur/ Orthopäden. Er hatte keine Ahnung was los war, meinte, er muss vor Ort schauen was zu machen sei, um mir zu helfen. Zweite OP geplant. Meine Frage, ob ich med Reha bekommen könnte, da war er sofort begeistert. Er meinte, er macht alles fertig, die Reha „soll es dann richten“. Also zweite OP erfolgte im Verlauf, keine Veränderung. Weiterhin Großzeh über dem Boden, Schmerzen bei jedem Schritt, humpelnd laufen. Zwischenzeitlich hatte ich mir selbst einen Gehstock gekauft. Furchtbar. Ich habe erst einmal nur geweint. Ich, selbst in der Pflege tätig, laufe jetzt selbst am Stock. In der med Reha konnten sie mir nicht helfen. Wussten nicht was sie wie machen sollten, der Großzeh ist steif, geht nicht auf den Boden. Da ich bereits Haltungsschäden durch Fehlhaltung zeigte, wurde mir laufen mit 2 Unterarmstützen gefordert. Ich wurde arbeitsunfähig entlassen, Antrag auf LTA wurde gestellt. Ich hatte bei meiner Krankenkasse einen Antrag auf Überprüfung eines Behandlungsfehlers gestellt. Der Gutachter nannte in seinem Bericht mehrfach das Wort “ schicksalshaft“, es wäre jedoch kein Behandlungsfehler.
Ich bin dann in die berufliche Reha, von dort erhielt ich die Info bei der Gutachter- und Schlichtungsstelle einen Antrag auf Behandlungsfehler zu stellen, was ich gemacht hatte. Ein Gutachter, er arbeitet als Fußspezialist in einer Klinik, schrieb seinen Bericht mit dem Hinweis, ob ein Behandlungsfehler vorliegt kann nicht benannt werden, da noch Röntgenbilder von einer anderen Ebene zur Beurteilung erstellt werden müssten. Ich habe mit meinem fristgerechten Antrag auf gemäß §6 Abs.1 des Statuts der G&Sch für ärztliche Behandlungen die Entscheidung der Gutachterkommission beantragt und damit den Bericht des Gutachters abgelehnt und mit dem Faktor begründet, dass ich jederzeit in die Klinik komme, damit diese Untersuchung etc. durchgeführt werden kann. Ich muss nur wissen wann und wo. Bis heute habe ich keinerlei Reaktion darauf. Ich habe die Gutacher- und Schlichtungsstelle nach mehreren Monaten auf Rückmeldung warten nochmals nach dem aktuellen Sachstand angefragt – und warte.
Während der beruflichen Reha war ich 2 Wochen in der Schmerzklinik. Hier konnte mir mit der Elektrotherapie geholfen werden zumindest Zugang zu meinem Großzeh zu bekommen. Ich wurde von dort mit einem Rezept für eine Abrollsohle entlassen, die an einem neuen Schuh angebracht wurde. Desweiteren wurde ich arbeitsunfähig entlassen. Von der Krankenkasse bin ich beim Krankengeld ausgesteuert und über das Nahtlosigkeitsverfahren im Arbeitslosengeld gelandet. Ich habe einen GdB 30 und eine Gleichstellung. Hierdurch bin ich auch nach wie vor im ungekündigten Arbeitsverhältnis. Ich würde alles dafür geben, wieder arbeiten gehen zu können!
Ich habe das Ministerium für Gesundheit angeschrieben und warte von dort auf eine Nachricht. Ich habe gelesen, dass bei der Gutachter & Schlichtungsstelle zwischen einem Antrag und der Entscheidung der Kommission innerhalb von 3 Monaten entschieden werden muss. Diese Zeit ist schon länger herum.
Ich hatte einen Fachanwalt für Medizinrecht. Ihm hatte ich mein Mandat entzogen da er mein Geld genommen hatte, Fristen für Dokumente vergessen hatte und Unterlagen der Gegenseite nicht an mich weiter geleitet hatte. Der Rechtsanwaltskammer hatte ich das mitgeteilt, er wurde gerügt!
Einen anderen Anwalt hatte ich danach beauftragt, er wollte auch nur mein Geld. Erkundigungen hatte ich eingeholt, ich hatte sozusagen deren Arbeit gemacht. Eine Rechtsschutzversicherung hatte ich. Die hatte auch mehrfach herum „gezickt“. Ich bin also ohne Rechtsschutzversicherung, im Arbeitslosengeld, meinen Beruf kann ich nicht mehr ausüben und existentiell müsste ich unter der Brücke schlafen, wenn ich niemanden an meiner Seite hätte.
Ich versuche nun andere Wege zu finden, dass der Orthopäde/ Operateur zur Verantwortung gezogen wird für das, was er mir angetan hat.
Was diese Patientin erlebt hat, ist außerordentlich belastend: anhaltende Schmerzen nach einer Operation, das Gefühl, mit den eigenen Beobachtungen nicht ernst genommen zu werden, und ein langer Weg durch Behörden, Gutachterstellen und Rechtsverfahren – alles gleichzeitig, während die körperlichen Einschränkungen den Alltag prägen. Solche Situationen, in denen eine zunächst als unkompliziert eingestufte Operation zu dauerhaften Beschwerden führt, sind selten – aber sie kommen vor, und sie zeigen, wie komplex und kräftezehrend der Weg danach sein kann.
Postoperative Komplikationen – also Beschwerden, die nach einem Eingriff auftreten – können vielfältige Ursachen haben, die sich nicht immer sofort klären lassen. Wenn Betroffene Auffälligkeiten bemerken und damit auf Unverständnis stoßen, ist das eine besonders schwierige Situation. Gleichzeitig hat diese Patientin selbst Strategien entwickelt, die anderen in ähnlichen Lagen helfen können.
Die folgende Person hat aus ihrer eigenen Erfahrung heraus wertvolle Wege gefunden, die auch für andere nützlich sein können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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