2024-035
Kein Datenschutz
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Meinen Behandlungsdaten und Befunde liegen auf dem Tresen der Arztpraxis und sind für jeden einsehbar.
Ich fühle mich dabei nicht wohl, traue mich aber nicht das anzusprechen, da ich Repressionen befürchte.
Es ist ein unangenehmes Gefühl, wenn persönliche Gesundheitsdaten – etwa Befunde oder Behandlungsunterlagen – für andere Wartende sichtbar ausliegen. Viele Menschen kennen die Sorge, in solchen Momenten nicht zu wissen, ob und wie sie darauf ansprechen können, ohne dass es negative Folgen für die eigene Behandlung hat.
Der Schutz von Patientendaten ist gesetzlich geregelt: Arztpraxen sind verpflichtet, persönliche Gesundheitsinformationen vertraulich zu behandeln. Dennoch kommt es im Praxisalltag vor, dass Unterlagen offen einsehbar liegen – oft ohne Absicht, aber mit realen Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Betroffenen.
Wer möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, mit einer solchen Situation umzugehen – ganz nach dem eigenen Ermessen und Wohlbefinden.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Patientengespräche mit offener Tür – sensible Daten wie Suizidalität für andere hörbar. Ein CIRS-Fall über Datenschutz und Würde im Krankenhaus.
Fall lesen →Patientinnen müssen intime Angaben laut am Empfang machen – vor anderen Wartenden. Ein CIRS-Fall über Datenschutz und Würde in der Arztpraxis.
Fall lesen →Patientenakten lagen offen am Empfang, ein PC mit Datenbankzugang blieb unbeaufsichtigt. Ein CIRS-Fall über Datenschutzlücken im Praxisalltag.
Fall lesen →Ein Patient erhielt seine Arztunterlagen ungeordnet und mit Dokumenten eines anderen Patienten. Ein CIRS-Fall über Datenschutz und Aktenpflege.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team