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2024-1133

falsche Medikation erhalten

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Fallbeschreibung:

Schmerzversorgung nach Wirbelsäulen-OP: CIRS-Fall

Nach Wirbelsäulenversteifung durch Belegarzt/ Belegärztin keinen Schmerztropf, und keine adäquaten Schmerzmittel erhalten. Dadurch verschob sich die Entlassung aus dem Krankenhaus auf meinen Wunsch, aufgrund der großen Schmerzen.

Bei Entlassung Vorstellung bei Facharztpraxis/Operateur:in, hier erhielt eine Spritze die sofort wirkte, und für zu Hause die Tabletten, die auch wirkten.

Gut gelaufen:

Verständnis der Pflegenden, die allerdings nur leichte Schmerzmittel auf Eigenverantwortung geben konnten.

Schlecht gelaufen:

Überlastung Stationsärzte, keine Absprache mit dem Belegarzt/ Belegärztin und Operateur:in

Verbesserungsvorschläge:

Der Belegarzt/ Belegärztin hätte die Medikation dem Krankenhaus vorgeben können, oder eine bessere Rücksprache. Ob die erfolgt ist, weiß ich nicht.

Weitere Infos:

Wäre ich eher zum Facharzt/Operateur gegangen, wären mir die schlimmen Schmerzen erspart geblieben.Das Krankenhaus hat mir mit der Gabe von Paracethamol u.a. nicht wirklich geholfen.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Operation an der Wirbelsäule ist ein großer Eingriff – und starke Schmerzen danach sind eine ernsthafte Belastung, die Erholung und Genesungsverlauf erheblich beeinträchtigen können. Wenn die Schmerzbehandlung (medizinisch: Schmerztherapie) nach einem solchen Eingriff nicht ausreichend greift, kann das verschiedene Ursachen haben – zum Beispiel fehlende Absprachen zwischen dem operierenden Arzt oder der operierenden Ärztin und dem Pflegepersonal im Krankenhaus.

In manchen Krankenhäusern arbeiten sogenannte Belegärztinnen und Belegärzte: Sie führen Operationen in einer Klinik durch, gehören aber nicht zum festangestellten Personal. Das kann dazu führen, dass Zuständigkeiten für die Nachbehandlung – etwa die Verordnung von Schmerzmitteln – nicht immer eindeutig geregelt sind. Das Pflegepersonal hat in solchen Fällen oft nur eingeschränkte Möglichkeiten, stärkere Schmerzmittel eigenständig zu verabreichen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich im Vorfeld oder während eines Krankenhausaufenthalts informiert, kann gezielt das Gespräch suchen und die eigene Situation aktiv ansprechen.

  • Vor der Operation nachfragen, wer die Schmerztherapie übernimmt: Es ist möglich, die operierende Person bereits im Vorgespräch zu fragen, wie die Schmerzbehandlung nach dem Eingriff geregelt ist – zum Beispiel: „Wer ist nach der Operation meine Ansprechperson für Schmerzmittel – Sie oder das Stationspersonal?“
  • Schmerzen klar und konkret benennen: Das Pflegepersonal und die Ärzteschaft können besser reagieren, wenn Schmerzen möglichst genau beschrieben werden – etwa auf einer Skala von 0 bis 10 oder mit Angabe, ob der Schmerz dauerhaft oder in Schüben auftritt.
  • Bei unzureichender Schmerzbehandlung erneut und nachdrücklich um ärztliche Hilfe bitten: Es ist möglich, darum zu bitten, dass ein Arzt oder eine Ärztin – gegebenenfalls auch der Bereitschaftsdienst – hinzugezogen wird: „Meine Schmerzen sind trotz der bisherigen Mittel sehr stark. Ich bitte darum, dass ein Arzt oder eine Ärztin das beurteilt.“
  • Frühen Kontakt zur operierenden Praxis in Betracht ziehen: Wenn die operierende Person nicht im Krankenhaus erreichbar ist, kann es hilfreich sein, deren Praxis telefonisch zu kontaktieren – um zu klären, ob eine Verordnung oder Rücksprache möglich ist.

Worauf Sie achten können

  • Vor einer geplanten Operation klären: Wer ist nach dem Eingriff für meine Schmerzbehandlung zuständig – die operierende Person, der Stationsarzt oder die Stationsärztin, oder beide gemeinsam?
  • Im Krankenhaus: Schmerzen nicht abwarten, sondern frühzeitig ansprechen – auch mehrfach, wenn nötig.
  • Den Entlassungstermin erst bestätigen, wenn die Schmerzsituation ausreichend geklärt ist – ein Aufschub auf eigenen Wunsch ist möglich und legitim.
  • Nach der Entlassung: Prüfen, ob ein zeitnaher Termin bei der operierenden Praxis vereinbart ist – dort kann die Nachsorge und Schmerzbehandlung weitergeführt werden.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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