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2024-1096

Zu lange in der Notaufnahme – 12 Stunden bis zur Verlegung

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Fallbeschreibung:

Notaufnahme: 12 Stunden Wartezeit trotz Lungenentzündung

Ich wurde morgens so gegen 10.00 Uhr mit dem Krankenwagen in der Notaufnahme eingeliefert.
Ich benötigte eine hohe Sauerstoff Konzentration, da mein Blutsauerstoff sehr niedrig war. So lag ich also Stunde um Stunde in einem kleinen Einzelzimmer. Man vermutete einen Infekt da ich auch hohes Fieber hatte. Beim Röntgen der Lunge stellte man dann eine Lungenentzündung fest.

Als alle Ergebnisse feststanden, fragte ich zum 1. Mal nach Verlegung auf die entsprechende Abteilung. Ich erwähnte auch, dass ich Schmerzpatientin mit chron. Rückenschmerzen sei und auf dieser Liege höllische Rückenschmerzen hatte, das war so gegen 14.30 Uhr.

Ich weiß nicht wie oft ich im Laufe des Tages noch gefragt habe. Ich bekam immer zur Antwort man habe oben Bescheid gegeben, ich würde gleich geholt. Letzten Endes wurde ich so gegen 21.45 Uhr , mittlerweile heulend vor Schmerzen, auf Station gebracht.

Ich habe also fast 12 Stunden in der Notaufnahme verbracht. Zu erwähnen ist auch noch, dass man mir keinen Notruf gab. Ich sah manchmal über 1 Stunde Niemanden. Wenn ich dringend zur Toilette gemusst hätte wäre ich in Schwierigkeiten geraten.

Gut gelaufen:

Die Mitarbeiter auf meiner Station waren alle sehr freundlich.

Schlecht gelaufen:

Die sehr lange Zeit in der Notaufnahme.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Es trägt nicht zur besseren Gesundheit bei, Patienten so zu behandeln.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Stundenlang auf eine Verlegung zu warten, während man Schmerzen hat und kaum Unterstützung in Reichweite ist – das ist eine belastende Erfahrung, die sich tief einprägt. Notaufnahmen arbeiten häufig unter hohem Druck, und Wartezeiten auf freie Stationsplätze können sich trotz aller Bemühungen erheblich verlängern – besonders dann, wenn Betroffene gleichzeitig mit einer schweren Erkrankung wie einer Lungenentzündung (einer Entzündung des Lungengewebes) kämpfen und zusätzliche Beschwerden wie chronische Schmerzen das Warten noch schwerer machen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich in einer solchen Situation befindet, hat – wenn es die eigenen Kräfte erlauben – einige Möglichkeiten, aktiv auf die eigene Lage aufmerksam zu machen.

  • Vorerkrankungen und Dauermedikamente früh und wiederholt ansprechen: Chronische Schmerzerkrankungen oder andere relevante Diagnosen lassen sich beim Erstkontakt in der Notaufnahme benennen – und bei jedem weiteren Gespräch erneut erwähnen. Eine Formulierung wie „Ich habe chronische Rückenschmerzen – die aktuelle Liegeposition verstärkt diese erheblich. Gibt es eine Möglichkeit, das zu lindern?“ kann helfen, die Situation konkret zu schildern.
  • Nach einem Rufmittel fragen: In der Notaufnahme ist es möglich, gezielt nach einem Klingelknopf oder einer anderen Möglichkeit zu fragen, Pflegepersonal zu rufen – etwa mit den Worten: „Ich bin längere Zeit allein – kann ich einen Ruf bekommen, falls ich dringend Hilfe brauche?“
  • Den aktuellen Wartestand erfragen: Es ist möglich, konkret nachzufragen, in welchem Schritt der Verlegungsprozess gerade steckt – zum Beispiel: „Können Sie mir sagen, was aktuell noch fehlt, damit ich verlegt werden kann?“ Das gibt einen realistischeren Eindruck der Situation.
  • Eine Begleitperson einbeziehen: Wenn eine vertraute Person anwesend ist oder informiert werden kann, ist es möglich, diese zu bitten, als Sprachrohr zu fungieren – besonders dann, wenn die eigenen Kräfte durch Erkrankung oder Erschöpfung begrenzt sind.

Worauf Sie achten können

  • Vorerkrankungen, Dauermedikamente und besondere Schmerzempfindlichkeit beim Erstkontakt in der Notaufnahme vollständig nennen – möglichst auch schriftlich, etwa auf einer Notfallkarte.
  • Klären, wie das Pflegepersonal erreichbar ist, wenn man längere Zeit allein im Zimmer ist – und ob ein Rufmittel zur Verfügung gestellt werden kann.
  • Bei langen Wartezeiten ruhig nachfragen, ob es Neuigkeiten zur Verlegung gibt – mehrfaches Nachfragen ist in solchen Situationen legitim und hilfreich.
  • Wenn möglich, eine Angehörige oder einen Angehörigen kontaktieren, der die Situation begleiten und bei Bedarf kommunizieren kann.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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