2026-043
falsche Medizin erhalten, Reanimation als Folge
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Mein Vater hat eine 3 fache Bypass Op überstanden. Trotz seiner starken Allergie wurde ihm Novalgin verabreicht. Was dazu geführt hat, dass er reanimiert werden musste. Die Klinik hat von seiner Allergie gewusst. Es steht in seiner Akte.
Über diesen Vorfall hat uns (Angehörige) die Klinik nicht mal informiert. Ich habe nur davon erfahren, weil mein Vater mich am übernächsten Tag selber aus dem Krankenhaus angerufen hat.
Welchen Schaden das ganze genommen hat müssen wir noch herausfinden. Aber solche Fehler dürfen einfach nicht passieren.
Ein solcher Moment ist für Angehörige kaum in Worte zu fassen: Der Vater übersteht eine schwere Herzoperation – und gerät wenig später durch ein vermeidbares Ereignis in Lebensgefahr. Was in diesem Fall beschrieben wird, ist eine sogenannte Medikamentenallergie-Verwechslung (die Gabe eines Medikaments, auf das eine Person allergisch reagiert, obwohl die Allergie dokumentiert war) mit lebensbedrohlichen Folgen.
In einer Situation wie dieser – auf der Intensivstation nach einer großen Operation, pflegebedürftig und auf das Handeln des medizinischen Personals angewiesen – hatte der betroffene Patient keinen realistischen Spielraum, selbst einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen. Auch für die Angehörigen war die Situation nicht vorhersehbar: Sie wurden über den Vorfall nicht informiert und erfuhren davon erst durch den Patienten selbst.
Auch wenn der Vorfall selbst nicht verhindert werden konnte – es gibt Möglichkeiten, wie nahestehende Personen in ähnlichen Situationen unterstützend tätig werden können.
Wer nach einem solchen Erlebnis Unterstützung sucht – rechtlich, emotional oder praktisch – kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden (Telefon: 0800 011 77 22, kostenlos). Weitere Informationen und Erfahrungsberichte anderer Betroffener finden sich auf mehr-patientensicherheit.de.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein Patient mit bekannter Novalgin-Allergie erhielt das Mittel nach einer Operation – mit lebensbedrohlichen Folgen. Was lief schief und was können wir lernen?
Fall lesen →Eine Patientin starb nach Gabe eines jodhaltigen Medikaments trotz bekannter Allergie. Wie Überlastung und fehlende Akteneinsicht zu einem vermeidbaren Fehler führten.
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Die Betriebskrankenkassen:
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