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2025-239

HPV Testergebnis wurde nicht ernstgenommen

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Fallbeschreibung:

HPV-Test positiv: Fehlende Aufklärung führt zu Gebärmutterhalskrebs

Bei meiner Mutter wurde vor 3 Jahren ein positiver HPV-Test von der Frauenärztin nicht ernstgenommen und als eine Nichtigkeit abgewunken, auf Nachfrage was dies nun bedeutet kam die Antwort dass man halt beim Geschlechtsverkehr Kondome benutzen sollte. Mehr Aufklärung oder ähnliches gab es hier leider nicht. Nun 3 Jahre später bei einer neuen Frauenärztin wurden direkt weitere Untersuchungen durchgeführt und Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert. Uns wurde auch durch die Blume mitgeteilt, dass man bei dem Test vor 3 Jahren durch weitere Untersuchungen einiges hätte vermeiden können. Bitte nehmt positive HPV Tests ernst und lasst weitere Untersuchungen machen auch wenn ein Arzt sagt es sei halb so wild. Meine Mutter ist Gott sei Dank noch glimpflich davon gekommen und man konnte eine Entnahme der Gebärmutter vermeiden.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Die genaue Aufklärung des Testergebnis hat gefehlt selbst bei Nachfrage.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ein Befund nicht ausreichend erklärt wird, bleiben Betroffene mit offenen Fragen zurück – und wissen oft nicht, welche nächsten Schritte sinnvoll wären. Ein positiver HPV-Test (Humane Papillomviren – Erreger, die in bestimmten Fällen Veränderungen am Gebärmutterhals auslösen können) ist ein Befund, der je nach Situation engmaschigere Kontrollen oder weiterführende Untersuchungen nach sich ziehen kann. Wenn diese Einordnung ausbleibt, kann wertvolle Zeit vergehen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer einen Befund erhält, der nicht vollständig erklärt wird, hat Möglichkeiten, aktiv weitere Informationen einzuholen.

  • Es ist möglich, beim Gespräch in der Praxis gezielt nachzufragen, was der Befund konkret bedeutet und welche Untersuchungen als nächstes in Frage kommen – zum Beispiel: „Was bedeutet dieses Ergebnis für mich persönlich, und welche weiteren Schritte wären denkbar?“
  • Fühlt sich eine Erklärung unvollständig an, kann eine zweite ärztliche Meinung eingeholt werden – das ist ein selbstverständliches Recht und kein Ausdruck von Misstrauen.
  • Es kann hilfreich sein, sich vor dem Arzttermin schriftlich zu notieren, welche Fragen man stellen möchte – so lässt sich im Gespräch leichter nachhaken, falls etwas unklar bleibt.
  • Unabhängige Beratung zu Befunden und Untersuchungsoptionen bietet zum Beispiel die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD), die kostenlos und neutral informiert.

Worauf Sie achten können

  • Ein positiver HPV-Test kann – je nach Typ des Virus und weiteren Faktoren – Anlass für engmaschigere Kontrolluntersuchungen oder einen Kolposkopie-Termin (eine genauere Untersuchung des Gebärmutterhalses) sein.
  • Eine verständliche Erklärung des Befundes und der möglichen nächsten Schritte ist ein Teil guter medizinischer Versorgung – bei Unklarheit kann man ausdrücklich darum bitten.
  • Wenn das Gefühl bleibt, dass ein Befund nicht ausreichend ernst genommen wurde, ist es möglich, die Praxis zu wechseln oder eine Zweitmeinung einzuholen.
  • Befunde und Arztgespräche lassen sich in eigenen Worten kurz dokumentieren – das kann bei späteren Terminen oder einem Praxiswechsel hilfreich sein.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie oder Angehörige ähnliche Erfahrungen gemacht haben, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos, vertraulich und ohne Verpflichtung. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, eigene Erfahrungen zu teilen und damit dazu beizutragen, dass andere Betroffene von ähnlichen Situationen erfahren.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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