2024-1513
Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten unterbrochen
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Ich wollte, als KK-Patient regelmässig auf Medikamente angewiesen, wie gewohnt auf der Website meines Hausarztes zur Neige gehende Medikamente für ein eRezept nachbestellen. Auf der Website erschien jedoch der Hinweis „Rezeptbestellung aktuell nicht möglich. Die Bestellfunktion steht Ihnen ab xxxx wieder zur Verfügung.“
Daher suchte ich meine Apotheke auf um herauszufinden, welche Option mir blieb. Ich war nicht der erste Patient aus der Hausarztpraxis, der am Montag ratlos in der Apotheke erschien. Die Apothekerin erklärte mir, dass die Hausarztpraxis sich offenbar spontan entschlossen hatte, in der 2. Ferienwoche die Praxis, in der mehrere Ärzte arbeiten, komplett zu schliessen. Die als Vertretung angegebene Praxis im Nachbarort befand sich übrigens ebenfalls in Ferien und war daher ebenfalls geschlossen.
Nachdem ich versprochen hatte, in der kommenden Woche das Rezept nachzureichen, erhielt ich vorab von der Apothekerin einen Blister aus einer für mich reservierten und zurückgelegten Packung, so dass ich über das Wochenende unterbrechungsfrei versorgt bin.
Wer regelmäßig auf Medikamente angewiesen ist, plant die Nachbestellung oft verlässlich ein – und erlebt dann unvorhergesehene Hindernisse, die die Versorgung gefährden können. In diesem Fall führte eine kurzfristige, unangekündigte Praxisschließung dazu, dass Betroffene ohne Rezept und ohne funktionierende Vertretung dastanden.
Solche Situationen entstehen nicht durch Unachtsamkeit einzelner Personen. Sie zeigen, wie empfindlich die Versorgungskette bei Dauermedikation – also Medikamenten, die dauerhaft eingenommen werden – auf organisatorische Lücken reagieren kann. Dass die Apotheke in diesem Fall unkompliziert und lösungsorientiert handeln konnte, hat eine Versorgungsunterbrechung verhindert.
Wer regelmäßig Medikamente benötigt, kann einige Vorkehrungen treffen, um auch bei unerwarteten Engpässen handlungsfähig zu bleiben.
Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder Fragen zu Ihren Rechten als Patient haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und neutrale Beratung an. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie eigene Erfahrungen anonym melden und so dazu beitragen, dass solche Versorgungslücken sichtbar werden.
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