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2025-253

Unangemessenes Verhalten beim Patiententransport unter Narkose

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Fallbeschreibung:

Patientensicherheit: Verhalten beim Transport unter Narkose

Beschwerde über unangemessenes Verhalten beim Patiententransport unter Narkose.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit reiche ich eine Beschwerde wegen eines Vorfalls ein. Während des Transports eines bewusstlosen Patienten in den Operationssaal wurde durch das Personal ein Verhalten gezeigt, das ich als unprofessionell, respektlos und potenziell gefährlich erachte: ein Mitarbeiter stellte das Bett mit dem Fußpedal abrupt und grob nach oben, eine Mitarbeiterin sprang während der Fahrt auf das Bettgestell, hüpfte darauf herum und lachte. Dieses Verhalten widerspricht aus meiner Sicht sowohl den beruflichen als auch den ethischen Standards im Umgang mit Patienten. Die beteiligten Personen sind mir namentlich nicht bekannt. Eine Identifizierung sollte jedoch anhand des Schichtplans möglich sein. Ich bitte um eine interne Untersuchung des Vorfalls und um geeignete Maßnahmen, um derartige Vorkommnisse künftig auszuschließen.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Es kann tief erschütternd sein, mitzuerleben, wie ein Mensch, dem man nahesteht, in einem Moment vollständiger Schutzlosigkeit behandelt wird. Wer unter Narkose steht – also vorübergehend bewusstlos und handlungsunfähig ist –, ist in besonderem Maß auf das professionelle und respektvolle Handeln aller Beteiligten angewiesen. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Verhalten beobachtet wird, das diesem Anspruch nicht gerecht wird – und das Vertrauen in die Versorgung ernsthaft erschüttert.

In einer Situation wie dieser gab es für die betroffene Person selbst keinen realistischen Spielraum zum Eingreifen – das ist wichtig anzuerkennen. Als Angehörige oder Angehöriger hingegen besteht die Möglichkeit, aktiv zu werden und Gehör zu finden.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Eine formelle Beschwerde einreichen: Jede Einrichtung ist verpflichtet, Beschwerden ernsthaft zu prüfen. Die Beschwerde kann schriftlich an die Krankenhausleitung, das Qualitätsmanagement oder die Patientenfürsprache – eine unabhängige Anlaufstelle innerhalb vieler Kliniken – gerichtet werden. Eine Formulierung wie „Ich bitte um eine schriftliche Rückmeldung, welche Schritte eingeleitet wurden“ kann dabei helfen, den Prozess verbindlich zu gestalten.
  • Hinweise sichern: Es ist möglich, Datum, Uhrzeit und alle erinnerten Details schriftlich festzuhalten – je zeitnäher, desto hilfreicher. Auch Hinweise auf mögliche Zeug:innen oder räumliche Gegebenheiten können einer internen Untersuchung nützen.
  • Externe Unterstützung in Anspruch nehmen: Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, neutrale Beratung für Betroffene und Angehörige – auch bei Fragen zu Beschwerderechten und weiteren Schritten.
  • Den Vorfall melden: Eine anonymisierte Meldung auf mehr-patientensicherheit.de ist möglich. Solche Berichte tragen dazu bei, dass aus Erfahrungen gelernt wird – auch über den Einzelfall hinaus.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Vor geplanten Eingriffen ist es möglich, eine Vertrauensperson zu benennen, die als Ansprechpartner für das Team bekannt ist und Informationen erhalten kann.
  • Eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht ermöglichen es, vorab festzulegen, wer im Fall von Bewusstlosigkeit oder Entscheidungsunfähigkeit handeln und sprechen darf.
  • Es ist möglich, das Behandlungsteam im Vorfeld direkt anzusprechen und zu fragen, wer während des Eingriffs und des Transports anwesend und verantwortlich ist.
  • Kliniken mit einem aktiven Beschwerdemanagement und einer Patientenfürsprache bieten strukturierte Anlaufstellen – deren Kontaktdaten lassen sich vorab erfragen oder sind häufig auf der Website der Einrichtung zu finden.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) steht Betroffenen und Angehörigen kostenlos zur Verfügung – per Telefon, online oder vor Ort. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur anonymen Fallmeldung finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 19-29 Jahre
Geschlecht: keine Angabe

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team