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2024-1266

Grober Umgang und fehlende Kommunikation mit Patienten

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Fallbeschreibung:

Kommunikation & Patientensicherheit: Fehlende Arzt-Patienten-Kommunikation

Ich bin in einer Klinik von einem jungen Urologen nach einer OP behandelt worden, der mich mehrmals mit falschem Namen angesprochen hat. Er hat nicht gesagt hat, wer er war, hat nie gegrüsst. Er war aber vor allem so grob und herrisch zu mir, dass ich mich fragte, wie man so einen Menschen mit Patienten arbeiten lässt.

(Ich lag zudem privat). Er hat bei mir die Blase ausgeräumt, im Bett, und ließ mich dann im verbluten Bett liegen. Ein Oberarzt kam dazu und 1 Std. später war ich im OP. Den jungen Arzt habe ich nicht mehr gesehen. Name bekannt. Selbst die anwesenden K.Schwestern habe nur den Kopf geschüttelt.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Diesen Arzt entlassen oder belehren.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Operation ist für viele Menschen eine belastende Erfahrung – körperlich wie emotional. Wenn dann im Nachgang das Gespräch mit dem behandelnden Arzt fehlt, die eigene Person nicht richtig wahrgenommen wird und der Umgang als respektlos empfunden wird, kann das das Vertrauen in die Versorgung erheblich erschüttern. Solche Erlebnisse sind ernst zu nehmen.

In diesem Fall wurde der Patient mehrfach mit falschem Namen angesprochen, der Arzt stellte sich nicht vor und der Umgangston wurde als grob und herrisch wahrgenommen. Gleichzeitig entwickelte sich eine medizinisch kritische Situation, die schließlich einen weiteren Eingriff erforderte. Dass das Pflegepersonal die Situation ebenfalls als problematisch einschätzte, zeigt: Solche Wahrnehmungen sind nicht selten auch für andere Beteiligte sichtbar.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich in einer Behandlungssituation unwohl fühlt oder das Gefühl hat, nicht ausreichend informiert zu werden, hat verschiedene Möglichkeiten, um die eigene Sicherheit und das eigene Wohlbefinden zu stärken.

  • Nachfragen, wer behandelt: Es ist jederzeit möglich, nach dem Namen und der Funktion einer behandelnden Person zu fragen – zum Beispiel: „Können Sie mir sagen, wer Sie sind und was Sie bei mir durchführen werden?“ Jede Person im Gesundheitswesen ist dazu verpflichtet, sich auf Nachfrage vorzustellen.
  • Falsche Namensnennung ansprechen: Wird man wiederholt mit falschem Namen angesprochen, kann man dies direkt korrigieren. Verwechslungen bei der Patientenidentifikation – also der eindeutigen Zuordnung von Person und Behandlung – sind ein bekanntes Sicherheitsrisiko im Krankenhaus.
  • Das Pflegepersonal einbeziehen: Wenn das Gespräch mit dem behandelnden Arzt nicht möglich oder zu belastend ist, kann das Pflegepersonal eine erste Anlaufstelle sein – für Fragen, für Bedenken und für die Weitergabe von Informationen an andere Beteiligte.
  • Eine Vertrauensperson hinzuziehen: Wer im Krankenhaus ist, kann darum bitten, dass eine Angehörige oder ein Angehöriger bei Gesprächen und Untersuchungen anwesend ist – sofern dies medizinisch möglich ist. Eine Begleitperson kann beobachten, Fragen stellen und unterstützen.

Worauf Sie achten können

  • Jede behandelnde Person stellt sich mit Name und Funktion vor – oder beantwortet eine entsprechende Frage.
  • Vor jedem Eingriff oder jeder Maßnahme wird erklärt, was gemacht wird und warum – auch bei kleineren Behandlungsschritten auf der Station.
  • Beschwerden über das Verhalten von Behandelnden können an den Pflegedienst, die Stationsleitung oder die Patientenfürsprecherin bzw. den Patientenfürsprecher des Krankenhauses gerichtet werden – eine solche Anlaufstelle ist in deutschen Krankenhäusern gesetzlich vorgeschrieben.
  • Negative Erlebnisse lassen sich auch im Nachhinein schildern – zum Beispiel über das Meldeportal auf mehr-patientensicherheit.de oder über die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD), die kostenlos und anonym berät.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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