2025-104
Achillessehnen Ruptur nach 2 x Levofloxacin Tabletten
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Obwohl der Patient jeden Tag (ONKO Behandlung Morbus Waldenström) Antibiotikum einnehmen musste, wurde ihm zusätzlich nochmals LEVOFLOXACIN verschrieben. Nach der Einnahme von nur 2 Tabletten erlitt der Patient eine Achillessehnen Ruptur!
Verschrieben von der hämatol. ONKO Station eines „zertifizierten Krebszentrums“. Dass diese Fluorchinolone nur im “ aller schlimmsten Notfall “ u. nicht wie hier vorsorglich verschrieben werden dürfen ist allgemein bekannt.
Beschwerde im KH ergab die einzige Äußerung „Ach das ist aber
ärgerlich!“ Patient Mitte 70 Jahre.
Eine schwere Erkrankung wie Morbus Waldenström – eine seltene Form des Blutkrebs – erfordert oft die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente. Gerade in solchen komplexen Behandlungssituationen kann es vorkommen, dass Wechselwirkungen oder bekannte Risiken einzelner Wirkstoffe nicht ausreichend berücksichtigt werden.
In diesem Fall wurde einem Patienten, der bereits täglich ein Antibiotikum einnahm, zusätzlich Levofloxacin verschrieben – ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone. Diese Wirkstoffgruppe ist mit einem bekannten Risiko für Sehnenschäden verbunden, insbesondere an der Achillessehne. Der Patient erlitt nach der Einnahme von nur zwei Tabletten einen Achillessehnenriss (medizinisch: Achillessehnenruptur). Aufgrund seiner laufenden Chemotherapie war eine operative Behandlung nicht möglich, da schwere Wundheilungsstörungen zu befürchten gewesen wären. In einer Situation wie dieser – mit einer schweren Grunderkrankung, komplexer Medikation und eingeschränktem körperlichem Zustand – gab es für den Betroffenen keinen realistischen Spielraum, das Risiko eigenständig zu erkennen und einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Angehörige, die Patient:innen bei Arztgesprächen oder Krankenhausaufenthalten begleiten, können eine wichtige unterstützende Rolle übernehmen – wenn sie das möchten und dazu in der Lage sind.
Wer als Betroffener oder Angehöriger eine belastende Erfahrung in der medizinischen Versorgung gemacht hat, kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen sowie die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu teilen – damit andere davon lernen können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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