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2025-311

Fragwürdige Zustände im Krankenhaus – Verwechslungen, lange Wartezeiten, mangelnde Hygiene

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Fallbeschreibung:

Patientensicherheit im Krankenhaus: Mängel erkennen und melden

Meine Schwester ist Patientin einer ambulanten onkologischen Praxis. Da sie keine ambulanten Termine für bildgebendes Material bekommen hat (CT, MRT usw.) wurde sie von ihrer Onkologien per Einweisung in eine Klinik geschickt. Bei der Aufnahme in der Klinik lief es gut. Anschließend wurden wir hoch auf die Station geschickt, dort angekommen mussten wir gute 20 Minuten vor dem Schwesternzimmer warten. Da meiner Schwester das lange Stehen sehr schwer fällt, hat man ihr nicht einmal einen Stuhl oder eine Möglichkeit zum setzen angeboten. Während der Wartezeit bekam ich mit, dass ein Patient die Schwester ansprach, dass es jetzt so und so spät ist und ob man wieder einmal vergessen hat, ihm seine Medikamente zu geben. Die Patientin dort auf der Klinik müssen sich selbstständig zu ihrer weiteren Diagnostik (MRT, Ultraschall, CT ) begeben, es ist auch egal ob der Patient gerade eine Chemotherapie bekommen hat. Dann wird vergessen die Akte zu den Terminen zu senden, da werden die Patientin nach ihrer Patientakte gefragt. Eine Schwester hat dann zu meiner Schwester und ihrer Bettnachbarin gesagt, passt gut auf, dass ihr hier die richtigen Medikamente bekommt, da es keine Seltenheit ist, dass diese hier vertauscht werden. Wenn Patientin die Klingel betätigen wir nur mit sehr langen Wartezeiten oder gar nicht reagiert. Von einer Bekannten, der ihr Papa auch dort im KH lag habe ich erfahren, dass er über 2 Wochen nicht gewaschen wurde. Das Essen dort ist unzumutbar weder ausgewogen noch gesund, sehr unappetitlich und nicht zumutbar. Es sieht dort im Krankenhaus auch nicht sehr sauber aus. Dort kann kein kranker Mensch nicht wieder gesund werden.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wer einen erkrankten Angehörigen in die Klinik begleitet, hofft auf eine sichere und würdevolle Versorgung – umso belastender ist es, wenn die Realität dahinter zurückbleibt. Der folgende Bericht beschreibt eine Situation, in der mehrere Probleme gleichzeitig aufgetreten sind: lange Wartezeiten ohne Sitzmöglichkeit, fehlende Unterlagen bei Untersuchungen, Hinweise auf Medikamentenverwechslungen sowie Mängel bei Hygiene und Verpflegung. Solche Konstellationen können das Vertrauen in die Versorgung erheblich erschüttern – und sie zeigen, wie wichtig es ist, dass Begleitpersonen aufmerksam sein können und wissen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Angehörige und Begleitpersonen können in stationären Situationen eine wichtige Rolle übernehmen – wenn sie möchten und es ihre eigene Situation erlaubt.

  • Grundlegende Bedürfnisse ansprechen: Es ist möglich, Pflegepersonal direkt und freundlich auf konkrete Bedürfnisse hinzuweisen – zum Beispiel: „Meine Schwester kann nicht lange stehen. Wäre es möglich, dass sie während der Wartezeit sitzen kann?“ Solche Hinweise können helfen, ohne dass sie als Kritik verstanden werden müssen.
  • Medikamentengabe im Blick behalten: Bei Hinweisen darauf, dass Medikamente verwechselt werden könnten, ist es möglich, beim Verabreichen nachzufragen: „Können Sie kurz erklären, welches Medikament das ist und warum es gegeben wird?“ Diese Frage ist legitim und kann zur Sicherheit beitragen. Fachpersonal ist dazu angehalten, solche Fragen zu beantworten.
  • Unterlagen für Untersuchungen vorbereiten: Wenn bekannt ist, dass Patient:innen eigenständig zu Untersuchungen wie CT oder MRT gehen, kann es sinnvoll sein, gemeinsam mit dem Stationspersonal vorab zu klären, welche Unterlagen mitgenommen werden müssen – und diese gegebenenfalls selbst mitzuführen oder darauf hinzuweisen, wenn sie fehlen.
  • Beobachtungen schriftlich festhalten: Wer Unregelmäßigkeiten bemerkt – etwa fehlende Hygiene, lange Reaktionszeiten auf Klingelrufe oder nicht erhaltene Mahlzeiten –, kann diese mit Datum und Uhrzeit notieren. Das erleichtert später ein Gespräch mit der Stationsleitung oder dem Patientenfürsprechenden (einer unabhängigen Person im Krankenhaus, die Beschwerden entgegennimmt).

Worauf Sie achten können

  • Gibt es im Krankenhaus eine Patientenfürsprecherin oder einen Patientenfürsprecher? Diese Information ist oft am Empfang oder auf der Station erhältlich und kann bei Problemen ein erster Ansprechweg sein.
  • Werden Medikamente vor der Gabe erklärt – also Name, Zweck und Dosierung? Das ist ein Zeichen für eine sorgfältige Verabreichungspraxis.
  • Werden Untersuchungstermine koordiniert und begleitet, insbesondere wenn Patient:innen körperlich geschwächt sind – etwa nach einer Chemotherapie (Behandlung mit zellhemmenden Medikamenten)?
  • Ist die Station sauber, und werden grundlegende Hygienestandards – wie Händedesinfektion des Personals vor Patientenkontakt – erkennbar eingehalten?

Sie sind nicht allein

Erfahrungen wie diese lassen sich anonym auf mehr-patientensicherheit.de melden – so können andere von diesen Situationen erfahren und das System insgesamt verbessert werden. Wer persönliche Beratung sucht, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden: kostenlos, vertraulich und ohne Partei zu ergreifen.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, sonstiger Bereich
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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