Icon Mehr-Patientensicherheit
2024-638

Hüft-TEP zu groß gewählt – Lockerung

Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular

Fallbeschreibung:

Hüft-TEP Lockerung: Zu großer Schaft gewählt

Es wurde in 2016 eine Hüft-TEP eingebaut. Nach der OP hieß es, die Patientin wäre die besondere Patientin gewesen, es mussten 2 Cerclage um den Oberschenkelknochen gelegt werden, da der Knochen gerissen ist.

Die Patientin konnte von Anfang an nicht richtig gehen. Sie wurde immer darauf vertröstet, dass dies sich noch bessern würde. Später wurde festgestellt, da das Gehvermögen immer noch Probleme bereitete, dass die Hüft-TEP locker ist und ein zu großer Schaft gewählt wurde.

Gut gelaufen:

Wenigstens wurden die zu großen TEP Stücke keimfrei verbaut.

Schlecht gelaufen:

Falsche Ersatzteile.

Verbesserungsvorschläge:

Hätte der Arzt besser vorbereiten/prüfen müssen. Warum ist der Knochen gerissen? Weil ein zu großes Teil eingebracht wurde. Warum wurde kein kleineres Modell gewählt??

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn nach einer großen Operation wie dem Einbau einer Hüftprothese – medizinisch: Hüft-Totalendoprothese oder Hüft-TEP – die erhoffte Besserung lange ausbleibt, ist das für Betroffene und ihre Angehörigen eine belastende Erfahrung. Anhaltende Beschwerden nach einer solchen Operation können verschiedene Ursachen haben, und es kann Zeit und mehrere Untersuchungen brauchen, bis die genaue Ursache gefunden wird.

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass die gewählte Prothesengröße nicht optimal zur individuellen Knochenstruktur der operierten Person passt. Dies kann langfristig zu einer Lockerung der Prothese führen und Folgeeingriffe notwendig machen. Solche Situationen sind medizinisch komplex – sowohl was die Planung vor der Operation als auch was die Beurteilung danach betrifft.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn nach einer Hüftoperation Beschwerden bestehen bleiben, gibt es verschiedene Möglichkeiten, aktiv mit dem Versorgungsteam in Kontakt zu treten.

  • Es ist möglich, bei anhaltenden Beschwerden konkret nachzufragen, welche Untersuchungen zur Ursachenklärung bereits durchgeführt wurden und welche weiteren Schritte geplant sind. Eine mögliche Formulierung: „Die Beschwerden bestehen jetzt seit einigen Wochen – welche Untersuchungen können helfen, die Ursache genauer zu bestimmen?“
  • Eine Zweitmeinung einzuholen ist jederzeit möglich und kann helfen, Sicherheit über die Diagnose und die weiteren Behandlungsoptionen zu gewinnen. Krankenkassen übernehmen in vielen Fällen die Kosten dafür.
  • Es kann hilfreich sein, Beschwerden schriftlich zu dokumentieren – zum Beispiel in einem kurzen Tagebuch mit Datum, Art und Stärke der Beschwerden. Diese Aufzeichnungen lassen sich bei Arztterminen gut vorlegen und erleichtern die Einschätzung des Verlaufs.
  • Angehörige oder eine Vertrauensperson können zu Arztterminen mitgenommen werden. Sie können helfen, Informationen zu behalten, Fragen zu stellen und das Gespräch zu begleiten.

Worauf Sie achten können

  • Bleiben Beschwerden nach einer Hüftoperation über mehrere Wochen bestehen oder verschlechtern sie sich, kann es sinnvoll sein, dies aktiv anzusprechen – auch wenn bereits gesagt wurde, es werde sich noch bessern.
  • Vor einer geplanten Operation ist es möglich, nach dem Operationsplan und der Prothesenplanung zu fragen – zum Beispiel, wie die passende Prothesengröße bestimmt wird.
  • Eine Zweitmeinung ist kein Zeichen von Misstrauen, sondern eine anerkannte Möglichkeit zur eigenen Absicherung bei großen Eingriffen.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und neutrale Beratung – auch bei Fragen rund um Behandlungsverläufe und Patientenrechte.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

Icon Pfeil nach unten

Wählen Sie eines der anderen Themen

Wählen Sie das Thema aus, das zu Ihrem Fall am besten passt oder über welches Sie weitere Informationen und berteits veröffentlichte Fälle lesen möchten. Alternativ können Sie Ihren Fall auch direkt über das Meldeformular berichten.
Ersatzkassen des vdek

Die Betriebskrankenkassen:

Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team