2024-1171
Lidstraffung ohne weitere neurologische Untersuchung
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Ende 2022 bemerkte ich, dass mein rechtes Augenlid einfach halb über der Pupille hing. Es war aber nicht das, was allgemein als Schlupflid bezeichnet wird. Da es sich nicht besserte, ging ich im Anfang 2023 zum Augenarzt.
Erst zu einem in der Nähe, der gleich „Schlupflid“ diagnostizierte und mich an eine große Augenarztpraxis überwies, die ambulante OPs durchführen.
Ohne irgendwelche Sehtests oder weitere Untersuchungen wurde mir eine OP vorgeschlagen. Der Lidhebermuskel sei erschlafft.
Was sich im Nachhinein als richtig erwies, aber nicht, weil ich ein Schlupflid hatte, sondern, wie sich später herausstellte, dies der Beginn meiner inzwischen diagnostizierten chronischen Erkrankung Generalisierte Myasthenia gravis war.
Dies ist im Nachhinein umso enttäuschender, da die operierte Lidstruktur grauenvoll ist, monatelang musste ich mit Maske schlagen, da kein vollständiger Lidschluss möglich war. Das Lid sieht „wulstig“ aus, Wimpern sind kaum noch vorhanden! Sowohl der 1. Augenarzt ist auf diese Idee gekommen, eine Blutuntersuchung o.ä. vorzunehmen, noch der Operateur, der sich auf seiner Homepage mit seinen tollen OPs rühmt.
Ein hängendes Augenlid kann viele verschiedene Ursachen haben – manche davon liegen nicht im Auge selbst, sondern im Nervensystem oder in der Muskulatur des gesamten Körpers. Wenn hinter einem solchen Symptom eine bislang unbekannte Erkrankung steckt, kann es vorkommen, dass diese zunächst nicht erkannt wird und Behandlungen eingeleitet werden, die im Nachhinein nicht notwendig gewesen wären. Für Betroffene ist das eine belastende Erfahrung – körperlich wie emotional.
Ein hängendes Augenlid wird medizinisch als Ptosis (gesprochen: „Tosis“) bezeichnet. Es kann durch eine Erschlaffung des Lidhebermuskels entstehen – aber auch als Symptom von Erkrankungen wie der Myasthenia gravis, einer neurologischen Erkrankung, bei der die Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskeln gestört ist. Solche Erkrankungen lassen sich unter anderem durch eine Blutuntersuchung auf bestimmte Antikörper nachweisen.
Wer ein neu aufgetretenes hängendes Augenlid bemerkt, kann vor einer geplanten Operation nach weiteren Abklärungen fragen – das ist ein gut begründbarer Wunsch.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
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