2024-135
Manipulation bei Bandscheibenvorfall/Spinalkanalstenose
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Nach einem Hexenschuss bei bekanntem Bandscheibenvorfall mit Kanalspinalstenose musste ich spätabends mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht werden weil ich nicht mal mehr auf Toilette kam. In den RTW kam ich nur auf einer Trage, auf die die Sanitäter mich heben mussten, da ich nicht mal mehr aufstehen konnte.
Es war vorher klar kommuniziert dass nicht eingerenkt oder ähnliches wird, trotzdem bekam ich, nachdem ich sehr grob auf den Bauch liegend auf ein Krankenhausbett gehievt wurde, ein Betäubungsmittel in den Rücken gespritzt, und ohne dass auch nur fünf Minuten gewartet wurde, wurde an meinem unteren Rücken rum manipuliert, gedrückt, geschoben und gezerrt.
Fast schon hysterisch heulend vor Schmerzen musste ich flehen dass aufgehört wird und wurde dann noch ins lächerliche gezogen, dass ich doch wieder fit werden wolle. Über Nacht wurde ich mit einem Opiat ruhig gestellt, musste dann ein MRT über mich ergehen lassen bei dem niemand Rücksicht darauf nahm dass ich mich kaum bewegen konnte und mich auch niemand unterstützen wollte durch eine helfende Hand.
Nach 14 Stunden und dem dritten Versuch, endlich Wasser zu lassen, lief die Bettpfanne aus und ich musste mich unter großen Schmerzen und Kreislaufproblemen irgendwie aus dem Bett hieven während ich durchgängig das Gefühl hatte, ein Störfaktor zu sein.
Eine akute Schmerzeskalation bei einem bekannten Rückenleiden kann innerhalb kürzester Zeit dazu führen, dass man vollständig auf fremde Hilfe angewiesen ist – körperlich und in der Kommunikation mit dem medizinischen Personal. Dass in einer solchen Ausnahmesituation eigene Wünsche und zuvor getroffene Absprachen nicht immer gehört oder respektiert werden, ist eine Erfahrung, die tief belastet und das Vertrauen in die medizinische Versorgung erschüttern kann.
In Fällen wie diesem befand sich die betroffene Person in einem Zustand extremer körperlicher Einschränkung und starker Schmerzen – das begrenzte die Möglichkeit, aktiv auf das Geschehen einzuwirken, erheblich. Das ist wichtig anzuerkennen.
Erfahrungen wie diese können nachhaltig belasten – sowohl körperlich als auch emotional. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und vertrauliche Beratung an, wenn Sie Fragen zu Ihren Rechten oder zu einer erlebten Behandlung haben. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu melden – damit andere von dem profitieren können, was Sie erlebt haben.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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