2024-1245
mehrere Herzinfarkte und Gefässverschlüsse nicht erkannt
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Ich wurde mit starken Schmerzen im Rücken, linkem Arm, in der Brust, sowie kaltem Schweiß am ganzen Körper und Übelkeit in ein Krankenhaus eingeliefert. Blutdruck und EKG waren normal, nur mein Troponinwert erhöht.
Daraufhin wurde ein Herzkatheder geschoben und es wurde nichts gefunden. Man teilte mir mit, dass es wohl vom Rücken käme.
Nach wenigen Tagen wurde ich entlassen und meinem Kardiologen vorgestellt. Er fand das alles etwas komisch, schickte mich aber nach Hause und ich sollte mich schonen.
Kurz darauf passierte dasselbe wieder. Rettungswagen und danach Notaufnahme und Überwachungsstation. Es folgte die gleiche Diagnose: Rücken-, Brust-, Armschmerzen… EKG und Blutdruck normal, nur Troponin wieder erhöht.
Nach einigen Tagen Verlegung auf Normalstation. Weil alles ungeklärt und „komisch“ war sollte ein Herz MRT gemacht werden. Hierzu war aber keine Zeit laut der Stationsschwestern und Stationsärzten. Weitere Tage später erneute „Herzattacke“. Da kein Arzt im Krankenhaus verfügbar war wurde nur Blutdruck gemessen und ein EKG von der
Schwester geschrieben. Troponin mittlerweile stark erhöht. Ich bekam Ibuprofen gegen die immer stärker werdenden Schmerzen. Danach kam niemand und man lies mich alleine. Etwas später kam ein so starker Infarkt, dass ich die Schmerzen kaum noch aushalten konnte. Nachdem ich mehrmals nach den Schwestern geklingelt hatte, kam eine Schwester und erklärte mir, sie hätten Übergabe. Beim erneuten klingeln erhielt ich erneut eine Ibuprofentablette und es hieß, gleich würde jemand kommmen.
Bei der Blutprobe war mein Troponinwert mittlerweile sehr stark erhöht.
Die Ärzte schauten kurz vorbei und erklärten, dass es wohl wieder mein Rücken wäre.
Bei der Visite erklärte ich, was vorgefallen war und niemand war über die Vorfälle informiert.
Nach meiner Schilderung ging dann alles auf einmal sehr schnell.
Herz MRT (Wand war kaum noch durchblutet), danach erneut Herzkatheder (Gefässverschluss an mehreren Stellen in einem recht großen Gefäß , dies erklärte wohl auch meine sehr starken Schmerzen). Es wurden mehrere Stents gesetzt.
Anhaltende und sich wiederholende Schmerzen, die trotz mehrfacher Untersuchungen keine eindeutige Erklärung finden – das ist eine Situation, die körperlich wie emotional außerordentlich belastend ist. Wenn Betroffene das Gefühl haben, mit ihren Beschwerden nicht gehört zu werden, kann das zu Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit führen.
Herzinfarkte verlaufen nicht immer so, wie man es aus Filmen kennt. Manchmal sind EKG (Herzstromkurve) und Blutdruck zunächst unauffällig, während andere Werte – wie das Troponin (ein Eiweißstoff, der bei Herzmuskelschäden ins Blut gelangt) – bereits auf eine ernste Schädigung hinweisen. In solchen Fällen kann eine eindeutige Diagnose Zeit und mehrere Untersuchungsschritte erfordern. Gleichzeitig ist anerkannt: Wenn Betroffene sich wiederholt äußern und dennoch das Gefühl haben, nicht ernst genommen zu werden, befinden sie sich in einer Situation, die kaum mehr Spielraum lässt – und das ist wichtig anzuerkennen.
Wer sich in einer ähnlichen Lage befindet, kann auf verschiedene Möglichkeiten zurückgreifen, um die eigene Situation zu beschreiben und auf Veränderungen hinzuweisen.
Wenn Sie eine ähnliche Erfahrung gemacht haben oder sich in einer medizinischen Situation nicht ausreichend gehört fühlen, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und neutrale Beratung an. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihren eigenen Fall anonym melden und damit dazu beitragen, dass andere von solchen Erfahrungen lernen können.
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