2024-405
Patientenverfügung und OP
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Beim Aufnahmegespräch vor einer Operation habe ich dem untersuchenden Arzt eine Ausfertigung meiner Patientenverfügung übergeben. Diese wurde unbesehen weggesteckt und mir wurde erklärt, das sich sowieso niemand darum kümmern würde.
Im gleichen Krankenhaus habe ich einem anderen Arzt davon erzählt.
Dieser bestätigte mir, diese Nichtbeachtung sei tägliche Praxis, selbst wenn die Patienten die Verfügung auf ihre Brust tätowiert hätten. Wir beide einigten uns darauf, das solche Praxis widerwärtig sei.
Im Anschluss wurde im TAPP Verfahren angeblich ein Leistenbruch operiert.
Bei der Entlassungsuntersuchung hat jemand – der sich nicht einmal vorgestellt hat – richtig tief mit beiden Händen kraftvoll in der betroffenen Leiste herumgerührt.
Ich war so erschüttert, das ich mich nicht einmal wehren konnte.
In der Hoffnung vielleicht trotzdem Glück zu haben verliess ich das KH.
Vom ersten Tag an hatte ich das sichere Gefühl, weiter – an gleicher Stelle – einen Leistenbruch zu haben.
Dies wurde mir ein paar Wochen später von anderer Stelle bestätigt.
In einem anderen Krankenhaus bin ich dann erneut operiert worden.
Eine Operation ist für viele Menschen eine belastende Situation – und das Vertrauen in das medizinische Team spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn persönliche Dokumente wie eine Patientenverfügung nicht die Beachtung erhalten, die ihnen rechtlich und menschlich zusteht, kann das das Vertrauen in die Versorgung erheblich erschüttern.
Eine Patientenverfügung ist ein rechtlich verbindliches Dokument, in dem Menschen im Voraus festlegen, welche medizinischen Maßnahmen sie wünschen oder ablehnen – für den Fall, dass sie sich nicht mehr selbst äußern können. Dass ein solches Dokument im Aufnahmegespräch nicht ernst genommen wird, ist keine Kleinigkeit: Es betrifft das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Person. Ähnlich können Situationen entstehen, in denen Eingriffe nicht das gewünschte Ergebnis bringen oder Nachuntersuchungen belastend erlebt werden – auch das ist eine Realität, mit der manche Patient:innen konfrontiert sind.
Wer sich auf eine Operation vorbereitet, kann an verschiedenen Stellen aktiv werden – vor, während und nach dem Aufenthalt.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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