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2024-1049

Medikation abgesetzt

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Fallbeschreibung:

Blutverdünner abgesetzt – Schlaganfall bei Demenzpatientin

Meine Demenzkranke Frau hatte ca. 2020 vom Kardiologen Lixiana anstelle von ASS 100 verordnet bekommen mit dem Hinweis: „Sie wollen ja doch keinen Schlaganfall bekommen“.
Anfang 2022 hat die Hausärztin/ der Hausarzt ohne besonderen Hinweis Lixiana abgesetzt, ohne ein anderes Blutverdünnungsnittel zu verordnen.

Prompt hat meine Frau im 3. Quartal 2023 einen Schlaganfall erlitten, der dank sehr schnellem Eingreifen, ohne große Einschränkungen bald geheilt werden konnte. Das Blutgerinnsel im Gehirn wurde innerhalb einer halben Stunde nach Eintritt durch einen Katheter aufgelöst. Alle Mitarbeitende des Behandlungsteams in der Klinik haben sich gefragt, weshalb Lixiana abgesetzt wurde, haben aber nicht intensiv nachgeforscht.

Seit dem Klinikaufenthalt erhält sie Eliquis und es geht ihr wieder gut.

Gut gelaufen:

Sehr schnelle Reaktion und Rettungstransport in die Noraufnahme!

Schlecht gelaufen:

Die Ursachenforschung wegen Absetzen des Medikaments Lixiana..

Verbesserungsvorschläge:

Daß der Hausarzt/ die Hausärztin den Grund für das Absetzen von Lixiana mitgeteilt hätte.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Sie als Patienten und Angehörige können in so einem Fall einen aktiven Beitrag durch Kommunikation leisten und den Arzt nochmals explizit fragen, ob das abgesetzte Medikament wirklich abgesetzt werden soll und vor allem warum. Kommunizieren Sie Ihre Bedenken, damit Sie nachvollziehen können, warum etwas ggf. nicht mehr verordnet wird oder warum andere Präparate ergänzt werden sollten. Lassen Sie sich über Wirkungen und Nebenwirkungen des Medikamentes genau aufklären und stellen Sie bei Bedarf Fragen. Zusätzlich können Sie sich diesbezüglich jederzeit in Ihrer Apotheke beraten lassen. Mögliche Medikationsfehler können sich mit einer proaktiven Kommunikation und aufgeklärten Patienten bzw. Angehörigen vermeiden lassen. Dieser Fall zeigt, wie wichtig ist es, dass Patienten und Angehörige Ängste, Sorgen und Bedenken im gesamten Behandlungsprozess offen ansprechen und diese vom Gesundheitspersonal ernst genommen werden. Hierzu haben wir bereits einen ersten Tipp für Patienten und Angehörige erstellt: https://mehr-patientensicherheit.de/wp-content/uploads/2024/02/mehrPatientensicherheit_TippsVersicherte_01.pdf Sollten Sie sich trotz der Kommunikation Ihrer Bedenken vom Arzt nicht ernst genommen oder nicht gut aufgehoben fühlen, wäre es zu empfehlen bei Zweifeln, eine Zweitmeinung von einem anderen Arzt einzuholen. Eine sorgfältige Untersuchung bzw. Diagnosestellung sowie adäquate Medikamentenverordnung ist zentral für die Patientensicherheit.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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