2024-1081
Patientin mit Delir mehrfach aus dem Bett gestürzt – Folge Hüfte gebrochen und verstorben
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Meine verstorbene Frau wurde 2022 nach einem „Krampfanfall“ auf die „Stroke Unit“ der Klinik gebracht. Da sie möglicherweise aufgrund der Medikamente „delirant“ war, ist sie innerhalb einiger Stunden mehrfach aus dem Bett gestürzt, wobei sie sich – spätestens nach dem dritten Sturz – die Hüfte gebrochen hat. Der verantwortliche Arzt hat es nicht für erforderlich gehalten, meine Frau – durch geeignete Maßnahmen – zu schützen! Erschwerend kommt hinzu, dass mir der Besuch meiner Frau untersagt wurde, da man eine mit Corona infizierte Patientin in ihr Zimmer gelegt hatte.
Nach meiner Strafanzeige wurde inzwischen von der Staatsanwaltschaft bei Gericht der Erlass eines Strafbefehls beantragt. Ferner habe ich Klage auf Zahlung von Schmerzensgeld eingereicht.
Der Verlust eines geliebten Menschen unter solchen Umständen ist ein tiefer Einschnitt – und es ist verständlich, dass Angehörige in dieser Situation viele Fragen haben. Wenn Menschen im Krankenhaus an einem Delir (einem plötzlich auftretenden Verwirrtheitszustand, der zum Beispiel durch Erkrankungen oder Medikamente ausgelöst werden kann) erkranken, sind sie oft nicht mehr in der Lage, ihre eigene Sicherheit einzuschätzen – das Sturzrisiko steigt dann erheblich.
In einem Fall wie diesem gab es für die betroffene Patientin selbst keinen realistischen Spielraum, auf ihre eigene Situation einzuwirken – das ist wichtig anzuerkennen. Auch der Ehemann war durch das Besuchsverbot daran gehindert, unterstützend einzugreifen. Diese Einschränkungen lagen außerhalb des Einflussbereichs der Familie.
Für künftige Situationen gibt es Möglichkeiten, wie Angehörige frühzeitig eine aktive Rolle übernehmen können:
Wer als Angehöriger eine belastende Erfahrung im Krankenhaus gemacht hat und Fragen zu Rechten oder nächsten Schritten hat, kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, eigene Erfahrungen zu berichten – damit andere von diesen Situationen erfahren und die Versorgung insgesamt sicherer werden kann.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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