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2025-365

Suizidgedanken durch Aknenormin

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Fallbeschreibung:

Meine Tochter ist 13 und leidet unter starker Akne. Ein Jahr lang sind wir von Hautarzt zu Hautarzt gefahren, meine Frauenärztin hat ihr eine Hautpille verschrieben, Kosmetikbehandlungen brachten keine langfristige Lösung. Wirklich jeder Hautarzt wollte ihr sofort Aknenormin verschreiben. Lange haben wir uns dagegen entschieden weil wir Angst vor den Nebenwirkungen hatten. Wirklich jeder Arzt hat sie heruntergespielt und uns nur von den Erfolgen erzählt. Da meine Tochter sehr unter ihrer Akne leidet und nichts anderes wirklich geholfen hat, haben wir schließlich der Therapie zugestimmt. Die hat mit 10mg angefangen. Das hat sie zwar ganz gut vertragen, aber es hat nicht wirklich geholfen. Nach drei Monaten wurde die Dosis erhöht auf 20 mg. Nach einigen Tagen ging es unserer Tochter immer schlechter. Die war total reizbar, wollte nur noch im Dunklen in ihrem Zimmer sitzen, hatte zu nichts mehr Lust. Aus dem Bauch heraus habe ich dann in ihr Tagebuch geschaut und Abschiedsbriefe an und und ihre engsten Freunde gefunden. Ein totaler Schock. Sie war vorher ein fröhliches und lebensfreudiges Kind. Wir haben sofort die Tabletten abgesetzt und nach ein paar Tagen kam sie zu mir und sagte, dass sie sich endlich wieder wie sie selbst fühlt, dass diese innere Leere endlich weg sei und sie sich viel besser fühlt. Natürlich haben wir ihr trotzdem eine Therapeutin besorgt und behalten das im Auge. Aber auch nach drei Wochen sieht es so aus, als ob es wirklich an Aknenormin lag. Deshalb möchte ich hier davor warnen und bin überzeugt, dass die Studien aus dem Jahre 2017 richtig lagen und nicht die neuen Studien in denen vermutet wird, dass die Suizidgedanken durch die Akne selbst ausgelöst werden. Hier lenkt die Pharmaindustrie den Fokus geschickt um, bleibt vage und ersetzt so vorherige Google Beiträge mit negativen Zahlen durch neue Inhalte.

Gut gelaufen:

Wir gehen nun einen ganzheitlichen Weg und gehen der Ursache auf den Grund.

Schlecht gelaufen:

Die Ärzte spielen die krassen Nebenwirkungen komplett herunter und haben keine alternativen Methoden zur Behandlung von Akne. Selbst als wir diese Nebenwirkung gemeldet haben wurde uns vermittelt, dass das nicht von dem Medikament herrühren kann, sondern andere Ursachen haben muss. Unsere Therapeutin konnte dafür jedoch keine Hinweise finden.

Verbesserungsvorschläge:

Aknetabletten dürfen nur als letztes Mittel eingesetzt werden. Das Suizidgedanken durch das Medikament hervorgerufen werden können, darfnicht länger abgetan und verharmlost werden. Ich will mir nicht ausdenken was passiert wäre, wenn wir die Tabletten nicht rechtzeitig abgesetzt hätten.

Weitere Infos:

Es sollten weitere, neutrale Studien erfolgen, die dem Thema auf den Grund gehen ohne dass der Hersteller Einfluss darauf hat. Ich bin mir sicher, dass die Dunkelziffer von Suizid bei Einnahme von Aknetabletten hoch ist.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 5-14 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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