2024-1280
Behandlung zu spät begonnen
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Bei meinem Mann hatten sich nach Lymphknotenentfernungen innerhalb von wenigen Jahren Lymphödeme gebildet, die meiner Meinung nach medizinisch nicht ordnungsgemäß behandelt worden sind, nämlich nur mit Wassertabletten. Daraus hat sich dann eine Wundrose entwickelt, die wiederum nicht rechtzeitig erkannt und behandelt worden ist. Dies hat letztendlich zu seinem Tod geführt.
Den Verlust eines nahestehenden Menschen zu erleben und dabei das Gefühl zu haben, dass wichtige Warnsignale übersehen wurden – das ist eine außerordentlich belastende Erfahrung. Dieser Bericht macht deutlich, wie folgenreich es sein kann, wenn eine Erkrankung – in diesem Fall ein Lymphödem und eine daraus entstehende Wundrose (medizinisch: Erysipel, eine bakterielle Hautinfektion) – nicht frühzeitig als das erkannt und behandelt wird, was sie ist.
In einer Situation wie dieser gab es für den Betroffenen selbst und seine Angehörigen nur begrenzten Spielraum zum Eingreifen – das ist wichtig anzuerkennen. Die Einschätzung, welche Behandlung medizinisch notwendig ist, liegt beim Fachpersonal. Dennoch gibt es Möglichkeiten, wie Angehörige in ähnlichen Situationen aufmerksam begleiten und unterstützen können.
Wer als Angehöriger eine solche Erfahrung gemacht hat, findet bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und unabhängige Unterstützung – auch bei Fragen zu Behandlungsverläufen und Patientenrechten. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es möglich, eigene Erfahrungen anonym zu teilen und damit dazu beizutragen, dass andere von ähnlichen Situationen besser geschützt werden können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein erhöhter CK-Wert führte zur Fehldiagnose Myopathie – ohne Berücksichtigung ethnischer Referenzwerte. Was dieser Fall über Patientensicherheit lehrt.
Fall lesen →Ein junger Patient erhält statt einer Depressionsdiagnose fälschlich die Diagnose Schizophrenie – mit weitreichenden Folgen. Lesen Sie diesen CIRS-Fall.
Fall lesen →Wochen voller Schmerzen, viele Arztbesuche – und keine Diagnose. Wie eine Gürtelrose lange übersehen wurde und was das für Patienten bedeutet.
Fall lesen →Ein Patient mit Darmverschluss sollte operiert werden – doch ein Klinikwechsel zeigte: die OP war nicht nötig. Ein Fall über Patientenrechte und zweite Meinung.
Fall lesen →Eine Patientin wurde trotz starker Schmerzen ohne Röntgenbild nach Hause geschickt. Erst Wochen später zeigte ein MRT den Kniescheibenbruch.
Fall lesen →Eine Mutter kämpfte 8 Monate für die richtige Diagnose ihres Sohnes. Wie elterliches Bauchgefühl bei ALL lebensrettend wirkte.
Fall lesen →Ein sekundäres Lymphödem blieb nach Bestrahlung lange unerkannt – trotz starker Gewichtszunahme und Atemproblemen. Was dieser Fall lehrt.
Fall lesen →Ein Sturz auf Eis, eine falsche Diagnose und wochenlange Behandlungsverzögerung: Wie aus einer Muskelprellung ein übersehener Sehnenriss wurde.
Fall lesen →Fehldiagnosen, verweigerte Befundbriefe, Hausarzt allein gelassen: Ein CIRS-Fall zeigt Versorgungslücken bei komplexen neuroimmunologischen Erkrankungen.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt: Bei seltenen Rheumaerkrankungen fehlen klare Versorgungswege. Betroffene kämpfen allein – ohne Struktur und Unterstützung.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team