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2024-1280

Behandlung zu spät begonnen

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Fallbeschreibung:

Lymphödem und Wundrose: Behandlung zu spät begonnen

Bei meinem Mann hatten sich nach Lymphknotenentfernungen innerhalb von wenigen Jahren Lymphödeme gebildet, die meiner Meinung nach medizinisch nicht ordnungsgemäß behandelt worden sind, nämlich nur mit Wassertabletten. Daraus hat sich dann eine Wundrose entwickelt, die wiederum nicht rechtzeitig erkannt und behandelt worden ist. Dies hat letztendlich zu seinem Tod geführt.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

meiner Meinung nach müssen Ärzte wieder sorgfältiger hinschauen und den Patienten als Menschen und nicht als „Fall“ wahrnehmen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Den Verlust eines nahestehenden Menschen zu erleben und dabei das Gefühl zu haben, dass wichtige Warnsignale übersehen wurden – das ist eine außerordentlich belastende Erfahrung. Dieser Bericht macht deutlich, wie folgenreich es sein kann, wenn eine Erkrankung – in diesem Fall ein Lymphödem und eine daraus entstehende Wundrose (medizinisch: Erysipel, eine bakterielle Hautinfektion) – nicht frühzeitig als das erkannt und behandelt wird, was sie ist.

In einer Situation wie dieser gab es für den Betroffenen selbst und seine Angehörigen nur begrenzten Spielraum zum Eingreifen – das ist wichtig anzuerkennen. Die Einschätzung, welche Behandlung medizinisch notwendig ist, liegt beim Fachpersonal. Dennoch gibt es Möglichkeiten, wie Angehörige in ähnlichen Situationen aufmerksam begleiten und unterstützen können.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Veränderungen am Körper – etwa neu auftretende Rötungen, Schwellungen, Wärme oder Fieber – können gezielt angesprochen werden. Eine konkrete Beschreibung hilft dem medizinischen Personal: „Seit gestern ist dieser Bereich deutlich röter und wärmer geworden – kann das untersucht werden?“
  • Wenn eine Diagnose wie ein Lymphödem (Stauung der Gewebsflüssigkeit durch Schädigung des Lymphsystems) gestellt wird, ist es möglich, gezielt nach spezialisierten Behandlungsangeboten zu fragen – etwa nach Lymphdrainagetherapie oder einer Überweisung zu einer Facharztpraxis für Phlebologie oder Lymphologie.
  • Bei dem Eindruck, dass Beschwerden nicht ausreichend ernst genommen werden, ist eine zweite ärztliche Meinung jederzeit möglich – das ist ein Recht von Patient:innen und ihren Angehörigen.
  • Eine schriftliche Notiz über beobachtete Symptome, deren Verlauf und bereits geführte Gespräche mit Arztpraxen kann helfen, den Überblick zu behalten und Informationen beim nächsten Termin klar zu schildern.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Vertrauensperson kann als feste Begleitperson zu Arztterminen mitgenommen werden – besonders wenn es um komplexe oder chronische Erkrankungen geht.
  • Eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung ermöglichen es, im Ernstfall die eigenen Wünsche zur medizinischen Behandlung klar zu regeln – und Angehörigen das Recht zu geben, stellvertretend zu handeln.
  • Eine Notfallkarte mit wichtigen Diagnosen, Medikamenten und Kontaktpersonen ist möglich und kann in akuten Situationen wertvolle Zeit sparen.
  • Bei chronischen Erkrankungen wie einem Lymphödem empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle durch spezialisierte Fachkräfte – Angehörige können dabei helfen, entsprechende Termine zu organisieren und wahrzunehmen.

Sie sind nicht allein

Wer als Angehöriger eine solche Erfahrung gemacht hat, findet bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und unabhängige Unterstützung – auch bei Fragen zu Behandlungsverläufen und Patientenrechten. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es möglich, eigene Erfahrungen anonym zu teilen und damit dazu beizutragen, dass andere von ähnlichen Situationen besser geschützt werden können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)
Geschlecht: männlich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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