Icon Mehr-Patientensicherheit
2024-1338

Thrombose nicht erkannt

Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular

Fallbeschreibung:

Thrombose übersehen: Beinschmerzen im Krankenhaus falsch behandelt

Wegen Schmerzen und Schwellung des linken Beins fuhr meine Enkeltochter ins nächstgelegene Krankenhaus, die Mitarbeiter an der Rezeption erkannten wohl den Ernst der Lage und schickten sie sofort ins Behandlungszimmer, der hinzugezogene Arzt
veranlasste eine Infusion mit Novalgin, Tramal und MCP ohne das betroffene Bein zu begutachten. Nach der Infusion wurde sie mit einem Arztbrief entlassen und aufgefordert am nächsten Tag den Hausarzt aufzusuchen. Dieser erkannte sofort eine Thrombose überwies sie zum Gefässchirugen, der die Diagnose bestätigte und eine notfallmässige Aufnahme in der Uniklinik veranlasste, wo eine 4 Etagenthrombose vom Unterschenkel bis in den Bauchraum behandelt wurde.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn jemand mit Schmerzen und einer Schwellung in ein Krankenhaus kommt, ist die Erleichterung groß, wenn schnell gehandelt wird. Umso schwerer wiegt es, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass eine ernste Erkrankung zunächst nicht erkannt wurde.

Im beschriebenen Fall wurden die Beschwerden einer jungen Frau in der Notaufnahme zwar rasch behandelt – eine körperliche Untersuchung des betroffenen Beins fand jedoch offenbar nicht statt. Erst der Hausarzt stellte am nächsten Tag eine Thrombose fest. Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel in einer Vene, das im schlimmsten Fall lebensgefährliche Folgen haben kann. In diesem Fall reichte das Gerinnsel vom Unterschenkel bis in den Bauchraum – ein Befund, der eine sofortige Notfallversorgung erforderte.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer selbst oder mit einer nahestehenden Person in einer Notaufnahme ist, kann aktiv dazu beitragen, dass wichtige Informationen gehört werden – auch wenn die Situation stressig ist.

  • Es ist möglich, gezielt auf alle betroffenen Körperstellen hinzuweisen und ausdrücklich darum zu bitten, dass diese auch untersucht werden – zum Beispiel: „Das Bein ist geschwollen und schmerzt stark – kann es bitte direkt angeschaut werden?“
  • Wenn nach einer Behandlung Zweifel bleiben oder die Beschwerden nicht besser werden, kann man nachfragen, welche Erkrankungen ausgeschlossen wurden – zum Beispiel: „Wurde auch an ein Blutgerinnsel gedacht?“
  • Es ist möglich, um eine kurze Erklärung zu bitten, warum bestimmte Untersuchungen (z. B. eine Ultraschalluntersuchung der Venen) nicht durchgeführt wurden.
  • Wenn die Beschwerden nach der Entlassung anhalten oder sich verschlimmern, kann eine erneute Vorstellung in der Notaufnahme oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) sinnvoll sein – ohne auf den nächsten regulären Termin zu warten.

Worauf Sie achten können

  • Schwellungen, Rötungen oder Wärmegefühl an einem Bein – besonders einseitig – können auf ein Blutgerinnsel hinweisen und verdienen besondere Aufmerksamkeit.
  • Eine körperliche Untersuchung der betroffenen Körperstelle ist ein wichtiger Teil jeder Abklärung – es ist möglich, ausdrücklich danach zu fragen.
  • Ein Arztbrief bei der Entlassung kann mitgenommen und dem weiterbehandelnden Arzt oder der Ärztin direkt übergeben werden, damit keine Informationen verloren gehen.
  • Bei anhaltenden oder sich verschlechternden Beschwerden nach einer Notaufnahmebehandlung ist eine erneute ärztliche Vorstellung jederzeit möglich – auch am selben Tag.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 15-29 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

Icon Pfeil nach unten

Wählen Sie eines der anderen Themen

Wählen Sie das Thema aus, das zu Ihrem Fall am besten passt oder über welches Sie weitere Informationen und berteits veröffentlichte Fälle lesen möchten. Alternativ können Sie Ihren Fall auch direkt über das Meldeformular berichten.
Ersatzkassen des vdek

Die Betriebskrankenkassen:

Ihre Meinung hilft uns!
Bitte helfen Sie mit das Portal weiter zu verbessern, damit unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit noch mehr Menschen erreichen.

Wie gefällt Ihnen unser Portal insgesamt?

Wie gefällt Ihnen unser Portal insgesamt?

Zurücksetzen

Haben Sie auf unserem Portal hilfreiche Informationen zur Patientensicherheit gefunden?

Haben Sie auf unserem Portal hilfreiche Informationen zur Patientensicherheit gefunden?

Zurücksetzen

Was gefällt Ihnen an unserem Portal besonders gut?

Was gefällt Ihnen an unserem Portal besonders gut?

Zurücksetzen

Was gefällt Ihnen an unserem Portal nicht so gut? Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie?

Was gefällt Ihnen an unserem Portal nicht so gut? Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie?

Zurücksetzen
Ihre Meinung 2/2

Wie sind Sie auf unsere Website aufmerksam geworden?

Wie sind Sie auf unsere Website aufmerksam geworden?

Zurücksetzen

Welche Themen haben Sie auf unserer Website interessiert?

Welche Themen haben Sie auf unserer Website interessiert?

Zurücksetzen

Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team