2024-307
Wir wurden nicht ernst genommen – Schwangerschaftsvergiftung verspätet erkannt
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Ähnlich Fallnr. 2024-016
Als wir mit unserem ersten Kind in der 37. Schwangerschaftswoche früh entbunden hatten ging es meiner Frau nach 1 Woche immer schlechter.
Normalerweise ist der Körper meiner Frau ein Uhrwerk, gemeint ist damit der Zyklus und der reibungslose Ablauf körperlicher Funktionen.
Bereits vor der Geburt stieg der durchgehend zu niedrige Blutdruck auf normalwerte an. Wir dachten die nahende Geburt und das wenige Fruchtwasser könnten ihren Körper zu etwas positivem angeregt haben.
In den Tagen nach der Geburt stieg der Blutdruck weiter an, bei der Entlassung betrug dieser bereits 148/101. Wir sollten die Werte weiterhin beobachten.
Am zweiten Abend zuhause wurde meine Frau zunehmend nervös, ihr Blutdruck lag bei 171/120. So entschlossen wir uns um 23:00 Uhr nochmal mit neugeborenem Kind zum Krankenhaus zu fahren. Dort wurde ihr Blutdruck erneut über 30 Minuten gemessen, wir sollen uns keine Sorgen machen, das kann schon mal sein mit dem Blutdruck. Man schickte uns heim.
Am folgenden Abend auf Sonntag lag der Blutdruck bei 181/130. Wir riefen wieder im KH an fuhren dort hin und nun wurde endlich ein Arzt/Ärztin hinzugezogen. Die Diagnose war dann eine nachgeburtliche Schwangerschaftsvergiftung mit dringender Empfehlung auf sofortige Behandlung.
Warum ist am Tag zuvor kein Arzt/ keine Ärztin hinzugezogen worden? Hätte sich der nun chronische Bluthochdruck vermeiden lassen können?
Die Zeit nach einer Geburt ist für viele Familien intensiv und aufreibend – körperlich wie emotional. Dass in dieser Phase ernste gesundheitliche Veränderungen zunächst nicht als solche erkannt werden, ist eine Erfahrung, die Betroffene und ihre Angehörigen tief verunsichern kann.
Eine nachgeburtliche Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt) ist eine ernste, aber seltene Komplikation: Der Blutdruck steigt nach der Entbindung stark an, was unbehandelt zu gefährlichen Folgen führen kann. Diese Verlaufsform wird mitunter nicht sofort als solche eingeordnet – auch weil viele Menschen, einschließlich medizinischer Fachkräfte, eine Schwangerschaftsvergiftung vor allem als Risiko vor oder während der Geburt kennen.
Wenn nach einer Entlassung aus dem Krankenhaus körperliche Beschwerden zunehmen, gibt es Möglichkeiten, aktiv auf die eigene Situation aufmerksam zu machen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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