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2024-171

Wirbelbruch nicht diagnostiziert und wieder weggeschickt

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Fallbeschreibung:

Wirbelbruch übersehen: Lendenwirbelfraktur erst zu spät erkannt

Ich bin Tänzerin und stürzte bei einer Hebefigur aus einer Höhe von circa 2 m. Ich fiel auf meine Lendenwirbelsäule und hatte ab, da schon bereits Gefühlsstörungen im Fuß. Ich wurde ins Klinikum gefahren in die Notaufnahme und dort bat man mich, mich zu bücken. Weil ich dies konnte, wurde weder geröntgt noch sonst eine Untersuchung gemacht und ich wurde nach Hause geschickt. es hieß, wenn ich mich noch bücken könne, dann sei das keine Fraktur. Am nächsten Tag ging ich zu meinem Orthopäden, und dieser überwies mich sofort ins MRT. Dort stellte man eine Fraktur des fünften Lendenwirbel fest. Ich glaube, wenn ich nicht so sportlich gewesen wäre, Dann hätte ich noch Spätfolgen davon getragen. Gott sei dank ist die Lähmung wieder zurückgegangen im Bein und es wurde noch rechtzeitig vom Orthopäden und dank meiner Zweifel in das Klinikum entdeckt.

Gut gelaufen:

Nichts ist gut gelaufen.

Schlecht gelaufen:

Völlig falsche Diagnosestellung, keine wichtige Untersuchung, meine Schmerzen wurden nicht ernst genommen.

Verbesserungsvorschläge:

Bei einem Fall von einer Höhe aus 2 m sollte man mindestens ein Röntgenbild machen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein Sturz aus großer Höhe mit anschließenden Beschwerden ist eine belastende Erfahrung – körperlich und emotional. In einer Notaufnahme wird in kurzer Zeit über das weitere Vorgehen entschieden, und es kann vorkommen, dass einzelne Befunde oder Symptome dabei nicht die Gewichtung erhalten, die sie aus heutiger Sicht gebraucht hätten.

In diesem Fall wurde nach einem Sturz aus etwa zwei Metern Höhe auf die Lendenwirbelsäule – also den unteren Rücken – keine bildgebende Untersuchung durchgeführt. Bereits vorhandene Gefühlsstörungen im Fuß, ein mögliches Zeichen für eine Beteiligung von Nerven oder Rückenmark, blieben dabei unberücksichtigt. Ein gebrochener Lendenwirbel wurde erst am folgenden Tag durch eine MRT-Untersuchung beim niedergelassenen Orthopäden festgestellt.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn nach einem Unfall Unsicherheit über die eigene Diagnose besteht, gibt es einige Möglichkeiten, die Betroffene in Betracht ziehen können.

  • Neurologische Symptome – also Zeichen, die auf eine Beteiligung von Nerven hinweisen, wie Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Kraftverlust in Armen oder Beinen – lassen sich in der Notaufnahme aktiv ansprechen. Eine Formulierung wie „Ich habe seit dem Sturz ein Taubheitsgefühl im Fuß – ist das bereits in Ihrer Einschätzung berücksichtigt?“ kann dabei helfen, diesen Aspekt in den Fokus zu bringen.
  • Es ist möglich, gezielt nach den Gründen für oder gegen eine Bildgebung – also ein Röntgenbild oder eine MRT-Untersuchung – zu fragen: „Warum wird bei diesem Sturz keine Bildgebung gemacht?“ Eine Erklärung zu erhalten ist ein berechtigtes Anliegen.
  • Wenn die eigene Einschätzung oder das Bauchgefühl von der gegebenen Auskunft abweicht, kann eine zweite Meinung – etwa beim Hausarzt, einer Facharztpraxis oder einer anderen Klinik – eingeholt werden. Das ist kein Misstrauensbekundung, sondern eine anerkannte Möglichkeit in der medizinischen Versorgung.
  • Verschlechtern sich die Beschwerden nach der Entlassung oder kommen neue hinzu – etwa zunehmende Taubheit, Schwäche in den Beinen oder Probleme beim Wasserlassen – ist es möglich, unverzüglich erneut eine Notaufnahme aufzusuchen und auf die veränderte Symptomatik hinzuweisen.

Worauf Sie achten können

  • Neurologische Auffälligkeiten wie Kribbeln, Taubheit oder Schwäche in Armen und Beinen nach einem Sturz lassen sich explizit benennen – auch wenn sie zunächst mild erscheinen.
  • Es ist möglich, um eine kurze Zusammenfassung der Diagnose und der Begründung für das weitere Vorgehen zu bitten, bevor man die Notaufnahme verlässt.
  • Bei anhaltenden oder sich verändernden Beschwerden nach der Entlassung ist eine zeitnahe Weitervorstellung bei einer Fachpraxis oder erneut in der Klinik eine sinnvolle Option.
  • Wer möchte, kann eine Begleitperson zur Notaufnahme mitnehmen – diese kann helfen, Symptome zu schildern, Fragen zu stellen und Informationen zu behalten.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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