2024-1123
Behandlung verweigert
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Nach einem Arbeitsunfall am Wochenende in meinem Garten habe ich eine Praxis für Hand-und Unfallchirugie aufgesucht. Die Verletzung ist eine Risswunde an der linken Hand (Zeigefinger).Die zunächst als harmlose, starkblutende Fleischwunde ließ die linke Hand über Nacht stark anschwellen. Trotz Kühlung mit Pads ließ die Schwellung nicht nach.
Eine Behandlung in der Arztpraxis wurde mir verwehrt (ein Termin frühstens in einer Woche angeboten!, mit Hinweis, es gibt nur Terminsprechstunde!!). Die Aufnahmeschwester hatte einen sehr rüden Ton.
Nach einer Autofahrt von über 30 km wurde mir In der Notaufnahme einer Klinik geholfen.
Eine Verletzung, die zunächst überschaubar wirkt, kann sich innerhalb weniger Stunden deutlich verschlechtern – das ist keine Seltenheit und keine Frage von Unachtsamkeit. Wenn Betroffene in einem solchen Moment auf eine geschlossene Tür oder eine Absage stoßen, ist das eine belastende Erfahrung, die zusätzlich zur körperlichen Situation Kraft kostet.
In Deutschland sind niedergelassene Arztpraxen grundsätzlich nicht verpflichtet, Notfälle außerhalb ihrer festgelegten Sprechzeiten zu behandeln. Für akute Fälle gibt es eigene Versorgungswege – diese sind jedoch nicht immer leicht zu finden, besonders wenn man unter Schmerzen und Zeitdruck steht.
Wer bei einer akuten Verletzung nicht weiß, wohin er sich wenden soll, hat mehrere Möglichkeiten.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein Patient wartet 6 Monate auf einen Kardiologen-Termin – ohne Gespräch, ohne Anamnese. Was bei der Herzinsuffizienz-Abklärung schiefläuft.
Fall lesen →Ein Patient mit Aortenklappenstenose wartet über ein Jahr auf einen Kardiologen-Termin. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken für Kassenpatienten.
Fall lesen →Trotz Überweisung und Termin abgewiesen: Ein PTBS-Betroffener schildert 5 Jahre Kampf um psychotherapeutische Versorgung – ein CIRS-Fall über Versorgungslücken.
Fall lesen →Dringlichkeitsüberweisung, kein Termin: Ein Patient wartet 6 Monate auf eine Magenspiegelung – die Diagnose lautete Magendurchbruch.
Fall lesen →Patient mit Bandscheibenvorfall wartet 3,5 Stunden in der Notaufnahme – ein Fall über Triage, Schmerzversorgung und Kapazitätsgrenzen.
Fall lesen →Eine Patientin mit Schwäche und starkem Husten wurde in der Hausarztpraxis abgewiesen. Erst die Notaufnahme erkannte: bakterielle Lungenentzündung und Grippe.
Fall lesen →Ein Patient wartet bis zu 13 Monate auf einen Kardiologen-Termin. Wie Vermittlungscodes und Dringlichkeitsvermerke den Zugang zur Versorgung beeinflussen.
Fall lesen →Nach einer Augen-OP wartet ein Patient seit 2 Monaten auf einen Folgetermin – ohne Rückmeldung. Ein Fall über Kommunikationslücken im Gesundheitswesen.
Fall lesen →Patient mit akuten Ohrenschmerzen wird abgewiesen – kein Hausarzt, kein Notfalltermin. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken im deutschen Gesundheitssystem.
Fall lesen →Eine pflegebedürftige Patientin wird trotz schmerzhaftem Hautausschlag in der Sprechstunde abgewiesen. Was das für Betroffene bedeutet.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team