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2024-1375

Häusliche Medikation verweigert

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Fallbeschreibung:

Medikamentenumstellung im Krankenhaus: Häusliche Medikation verweigert

Aufnahme zur geplanten Knie-TEP Operation.
Beim stationären Aufenthalt wurde mir die häusliche Medikation verweigert, aus Kostengründen, so die Klinikapotheke. Ich war von meinem Schmerztherapeuten eingestellt, mit verschiedenen Schmerzmitteln wie Tilidin und Novalgin.

Stattdessen sollte ich in der Klinik vom Stationsarzt auf stark wirkendes Opioid-Schmerzmittel und Ibuprofen umgestellt werden. Ich musste mir meine eigenen Medikamente von zu Hause bringen lassen oder eben die Umstellung akzeptieren.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Der Arzt wollte mir erklären, das Opioid-Schmerzmittel sei schließlich dasselbe wie Tilidin und Novalgin.

Verbesserungsvorschläge:

Patientenbelange wieder über wirtschaftliche Interessen stellen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein geplanter Krankenhausaufenthalt ist mit vielen Erwartungen verbunden – und es kann sehr verunsichernd sein, wenn eine bewährte Schmerztherapie plötzlich infrage gestellt wird. Der folgende Fall zeigt, dass es beim Übergang von der ambulanten in die stationäre Versorgung zu Konflikten rund um die Weiterführung häuslicher Medikamente kommen kann.

In diesem Fall war ein Patient mit einem individuell abgestimmten Schmerztherapieschema – bestehend aus Tilidin (ein schwaches Opioid-Schmerzmittel) und Novalgin (Wirkstoff: Metamizol, ein nicht-opioides Schmerzmittel) – auf eine geplante Knieoperation vorbereitet worden. Im Krankenhaus wurde ihm mitgeteilt, dass diese Medikamente aus wirtschaftlichen Gründen nicht zur Verfügung gestellt werden könnten. Stattdessen sollte er auf eine andere Kombination umgestellt werden. Schmerzmittel wirken jedoch unterschiedlich – eine einfache Gleichsetzung verschiedener Präparate ist medizinisch nicht immer haltbar.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich vor einem stationären Eingriff gut vorbereitet, kann möglichen Missverständnissen rund um die eigene Medikation frühzeitig begegnen.

  • Medikationsplan mitbringen: Ein aktueller Medikationsplan – den die Hausarztpraxis oder der behandelnde Schmerztherapeut ausstellen kann – gibt dem Krankenhauspersonal einen klaren Überblick über alle eingenommenen Mittel. Es ist möglich, diesen Plan bereits beim Aufnahmegespräch vorzulegen und ausdrücklich auf laufende Schmerztherapien hinzuweisen.
  • Einweisende Praxis einbeziehen: Vor der stationären Aufnahme ist es möglich, den behandelnden Schmerztherapeuten oder die Hausarztpraxis zu bitten, das Krankenhaus schriftlich über die bestehende Schmerztherapie zu informieren – zum Beispiel mit einem kurzen Arztbrief oder einem ergänzenden Hinweis im Einweisungsschreiben.
  • Nachfragen bei geplanter Umstellung: Wenn eine Umstellung der Medikation vorgeschlagen wird, ist es völlig berechtigt, konkrete Informationen zu erfragen – etwa: „Können Sie mir erklären, warum diese Umstellung für mich persönlich sinnvoll ist und welche Unterschiede zwischen den Medikamenten bestehen?“
  • Eigene Medikamente vorbereiten: In manchen Kliniken ist es möglich, selbst mitgebrachte Medikamente nach Absprache mit dem Stationsarzt weiterzuverwenden. Es kann sich lohnen, dies schon vor der Aufnahme telefonisch zu klären.

Worauf Sie achten können

  • Liegt ein aktueller Medikationsplan vor, der alle verschriebenen Schmerzmedikamente vollständig aufführt?
  • Ist das Krankenhaus vorab über eine laufende Schmerztherapie informiert worden – zum Beispiel durch ein Schreiben der einweisenden Praxis?
  • Wurde bei einer vorgeschlagenen Medikamentenumstellung eine verständliche Begründung gegeben, die über reine Kostengründe hinausgeht?
  • Ist bekannt, an wen man sich im Krankenhaus wenden kann, wenn man mit einer Behandlungsentscheidung nicht einverstanden ist – etwa an den Stationsarzt, den Chefarzt oder den Patientenfürsprecher (eine von der Klinik unabhängige Anlaufstelle für Patientenanliegen)?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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