2024-651
Keine ausreichende Auskunft über Behandlung und Tod einer Seniorin im Krankenhaus
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Liebe MitarbeiterInnen,
meine über 90 jährige Mutter wurde wegen einer kurzen Synkope in ein Krankenhaus eingewiesen und verstarb einige Tage später.
Sie war bis zu dieser Einweisung am Rollator mobil, wohnte mit Unterstützung allein in einer kleinen Wohnung und kochte sich noch täglich ihr eigenes Essen.
Nach der Einweisung bemühte ich mich, Auskunft über ihren Gesundheitszustand zu bekommen, wobei mir auffiel, dass nicht entsprechend ihres mitgegebenen Anamnesebogens gehandelt wurde (Ein Antibiotikum wurde trotz angegebener Unverträglichkeit verordnet).
Die behandelnden Ärzte?/der behandelnde Arzt wechselten, waren teils wegen Sprachschwierigkeiten schwer zu verstehen, wussten meist nicht, wer meine Mutter war, suchten ihre Akte im PC und die Auskünfte bezüglich ihrer Entlassung waren widersprüchlich. Dann sollte sie verlegt werden (geriatrische Station?Kurzzeitpflege?) und verstarb.
Seit ihrer Todesnacht bemühe ich mich um nachvollziehbare Informationen über den Behandlungsverlauf, die Umstände ihres Todes und um einen Arztbrief.
Das Ergebnis war eine wenig aussagefähige Kurzfassung eines Arztbriefes und ein ausführlicher Arztbrief von einer anderen Patientin der Klinik.
Nach vielen weiteren Bemühungen meinerseits, bekam ich dann scheibchenweise einige Untersuchungsbefunde, woraufhin ich anliegenden Brief an die Klinik schrieb.
Leider bekomme ich auf diesen wichtigen Brief keine Antwort.
Meine Frage an Sie: „Können Sie mich bei der Beantwortung meiner Fragen durch die behandelnden Ärzte unterstützen?“ Antworten wären für uns Kinder der Verstorbenen sehr wichtig.
Gleichzeitig könnten durch diese Arbeiten evtl. einige Abläufe in der Klinik verbessert werden, z. B. dass mitgegebene Unterlagen (Anamnese, Patiententestament) der Patienten gesichtet werden.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung,
Den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten ist schwer genug – noch schwerer wird es, wenn offene Fragen über die Behandlung und die letzten Stunden bleiben. Viele Angehörige erleben nach einem Todesfall im Krankenhaus, dass Informationen nur schwer zugänglich sind, Dokumente fehlen oder Auskünfte widersprüchlich bleiben.
In einer Situation wie dieser – mit einem raschen, unerwarteten Verlauf, mehrfach wechselndem Personal und erschwerter Kommunikation – gab es für Angehörige keinen realistischen Spielraum, in den laufenden Behandlungsprozess einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen. Die Fragen, die jetzt bleiben, sind deshalb vollständig berechtigt.
Für alle, die sich in einer ähnlichen Situation um Auskunft bemühen, gibt es konkrete Wege, die weiterhelfen können:
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) steht Angehörigen in genau solchen Situationen kostenlos zur Seite – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenfrei, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr) sowie online unter patientenberatung.de. Auf mehr-patientensicherheit.de können Erfahrungen wie diese anonym gemeldet werden – damit ähnliche Situationen in Zukunft seltener werden.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team