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2024-955

Kompresse nach OP im Bauchraum vergessen

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Fallbeschreibung:

Vergessene Kompresse nach OP – Patientensicherheitsfall

Ich habe seit über 10 Jahren ein Stoma, vor einiger Zeit bekam ich ein Darmverschluss
Bei der Operation hat man eine Kompresse im Bauchraum vergessen. 1/2 Jahr später, wurde sie durch Zufall durch ein CT entdeckt, da mein Gesundheitszustand immer schlechter wurde. Seitdem habe ich taube Beine. Kein Arzt kann mir erklären, ob es einen Zusammenhang gibt.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Dass die Ärzte mehr auf die Patienten hören sollen, ich hatte gleich nach der OP gesagt, dass meine Beine taub sind. Man wurde nicht ernst genommen.

Verbesserungsvorschläge:

Das Verhältnis Arzt zum Patienten sollte mehr Zeit einnehmen.

Weitere Infos:

Jeder Fall hat seine eigene Geschichte, bei mir war es nur eine Kompresse, bei anderen das Leben.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Dieser Fall beschreibt eine belastende Erfahrung, die tiefgreifende gesundheitliche Folgen hatte – und bis heute offene Fragen hinterlässt. Dass ein solches Ereignis eintreten kann, ist erschütternd; dass die betroffene Person mit ihren Symptomen zunächst nicht gehört wurde, macht es noch schwerer.

In seltenen Fällen verbleibt nach einer Operation ein chirurgisches Hilfsmittel – zum Beispiel eine Kompresse (ein steriles Tuch zur Wundversorgung) – unbeabsichtigt im Körper. Medizinisch spricht man von einem „Fremdkörper nach Operation“ oder einem Retained Surgical Item. Solche Ereignisse können zunächst unbemerkt bleiben und erst durch eine bildgebende Untersuchung wie ein CT (Computertomografie) entdeckt werden. Der beschriebene Zusammenhang zwischen dem Fremdkörper und anhaltenden Symptomen wie tauben Beinen ist im vorliegenden Fall nicht abschließend geklärt – das ist für Betroffene besonders belastend.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn nach einem operativen Eingriff neue oder ungewöhnliche Beschwerden auftreten, gibt es Möglichkeiten, aktiv auf eine Klärung hinzuwirken.

  • Symptome konkret und früh ansprechen: Neue Beschwerden nach einer Operation – wie Taubheitsgefühle, Schmerzen oder Schwäche – können direkt und wiederholt benannt werden. Es ist möglich, darauf zu bestehen, dass diese Beschwerden dokumentiert werden: „Ich möchte, dass meine tauben Beine in meiner Akte festgehalten werden.“
  • Eine zweite ärztliche Meinung einholen: Wenn Beschwerden nicht ernst genommen werden oder unklar bleiben, ist es möglich, eine andere Fachpraxis oder ein anderes Krankenhaus um eine unabhängige Einschätzung zu bitten. Das ist ein legitimes Recht aller Patient:innen.
  • Beschwerden schriftlich festhalten: Ein persönliches Symptomtagebuch – auch in einfacher Form – kann helfen, Verläufe nachvollziehbar zu machen und in Gesprächen mit Ärzt:innen gezielt darauf hinzuweisen.
  • Unterstützung einfordern: Angehörige oder Vertrauenspersonen können zu Gesprächen mitgebracht werden. Sie können dabei helfen, Informationen aufzunehmen, Fragen zu stellen und die eigene Perspektive zu stärken.

Worauf Sie achten können

  • Neue körperliche Beschwerden nach einem Eingriff – auch wenn sie zunächst unspezifisch erscheinen – können zeitnah beim medizinischen Personal angesprochen und um eine Erklärung gebeten werden.
  • Es ist möglich, ausdrücklich zu fragen, ob die genannten Symptome in der Patientenakte dokumentiert wurden.
  • Bei anhaltenden Beschwerden ohne klare Erklärung kann eine Überweisung an eine Fachspezialisierung oder ein anderes Zentrum angefragt werden.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose Beratung an – auch bei ungeklärten Verläufen nach Operationen oder bei Schwierigkeiten im Gespräch mit medizinischem Personal.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie nach einem medizinischen Eingriff offene Fragen haben oder das Gefühl, nicht ausreichend gehört zu werden, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und vertraulich unter 0800 011 77 22. Eigene Erfahrungen – ob belastend oder hilfreich – können Sie auch auf mehr-patientensicherheit.de anonym berichten und so dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Situationen besser geschützt werden.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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