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2025-360

Malignes Melanom zunächst nicht erkannt

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Fallbeschreibung:

Malignes Melanom verkannt: Verzögerte Diagnose – Fallbericht

Zwischen 2020 und 2024 machte ich den Hautarzt jährlich auf ein auffälliges Muttermal am Rücken aufmerksam. Er hielt es nicht für verdächtig und aufgrund seiner Größe nur als private Leistung (Schönheitsoperation) behandelbar, riet aber aufgrund der zu erwartenden großen Narbe davon ab. Ende 2024 ließ ich es in einer anderen Praxis entfernen, erhielt die Diagnose Malignes Melanom.
Ein Jahr später bin ich an einem Schnell wachsenden Mamma Carcinom erkrankt,
Erhalte Chemotherapie. Ein Zusammenhang wurde nicht festgestellt, trotzdem bin ich über die Oberflächlichkeit des ersten Hautarztes verärgert, allgemein verunsichert.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Ich wurde 4 Jahre vertröstet und hätte wahrscheinlich bei früherem agieren die Diagnose verhindern können.

Verbesserungsvorschläge:

Patienten sollten ermutigt werden bei schlechtem Bauchgegühl den Arzt/ die Ärztin zu wechseln.

Weitere Infos:

Ich fühle mich ohnmächtig. Ich habe überlegt, den Arzt darauf anzusprechen, ich denke, es bringt nichts

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ein Anliegen über Jahre hinweg nicht ernst genommen wird, ist das eine tiefe Belastung – besonders dann, wenn im Nachhinein klar wird, dass die Sorge berechtigt war. Dass sich jemand in einer solchen Situation ohnmächtig und verunsichert fühlt, ist vollkommen verständlich.

Hautveränderungen wie Muttermale werden in der Dermatologie (Hautmedizin) nach bestimmten Kriterien beurteilt. Nicht immer stimmen die Einschätzungen verschiedener Fachpersonen überein – das ist eine bekannte Herausforderung in der medizinischen Versorgung. Solche Fälle zeigen, wie wichtig es ist, dass Patient:innen mit ihren Beobachtungen und Bedenken gehört werden.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn ein Körpergefühl oder eine Sorge bleibt, gibt es Möglichkeiten, aktiv damit umzugehen.

  • Eine zweite ärztliche Meinung einzuholen ist jederzeit möglich und in vielen Fällen sinnvoll – besonders wenn eine Veränderung an der Haut über längere Zeit beobachtet wird oder das eigene Unwohlsein bestehen bleibt. Das ist kein Misstrauen gegenüber einer Praxis, sondern ein normaler Bestandteil guter Versorgung.
  • Es kann helfen, Beobachtungen zu dokumentieren: zum Beispiel regelmäßige Fotos einer auffälligen Hautstelle mit Datumsangabe. So lassen sich Veränderungen im Zeitverlauf sichtbar machen und gezielt ansprechen.
  • Wer das Gefühl hat, nicht gehört zu werden, kann die eigene Wahrnehmung klar benennen – zum Beispiel: „Ich mache mir seit längerer Zeit Sorgen um diese Stelle. Ich würde gern verstehen, warum sie aus medizinischer Sicht als unbedenklich eingestuft wird.“
  • Ein Praxiswechsel ist immer möglich. Die Wahl der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes steht Patient:innen frei – ein Wechsel bei anhaltendem Unbehagen ist eine legitime Entscheidung.

Worauf Sie achten können

  • Wird eine Hautveränderung auf Nachfrage konkret erklärt – zum Beispiel nach welchen Kriterien sie beurteilt wurde?
  • Wird ein Kontrolltermin oder ein klares Zeitfenster für eine erneute Beurteilung angeboten, wenn eine Stelle beobachtet werden soll?
  • Fühlen Sie sich mit Ihrer Sorge ernst genommen – auch wenn der Befund zunächst unauffällig erscheint?
  • Ist bekannt, dass die Entfernung eines auffälligen Muttermals zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) eine Kassenleistung sein kann, wenn ein medizinischer Verdacht besteht – und kein rein kosmetischer Eingriff?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

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