2024-1101
MRT nicht verwertbar: Büroklammer am Rücken von Arzt angebracht ohne Info
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Heftige Rückenschmerzen führten mich über den Hausarzt zum Orthopäden. Dieser röntgte die Wirbelsäule und stellte fest, dass noch ein MRT gemacht werden muss. Mit Glück bekam ich für das MRT noch einen Termin am gleichen Tag.
Die Frage des MRT-Teams nach Metallen am Körper verneinte ich. Nach der Untersuchung wurde mir vom ärztlichen Personal vorgehalten, Metalle an der Wirbelsäule zu haben, vermutlich von einer früheren OP. (Die MRT-Untersuchung erfolgte im Unterhemd).
Das MRT war nicht verwertbar. Am Abend, beim Entkleiden stellte ich einen Pflasterstreifen auf meinen Rücken fest und unter diesem Pflasterstreifen war eine Büroklammer aus Metall. Diese wurde offensichtlich vom Orthopäden zur Markierung des schmerzhaften Bereichs angebracht, ohne dass ich darüber informiert wurde
Wenn nach einer Untersuchung plötzlich Vorwürfe im Raum stehen, die sich im Nachhinein als unbegründet herausstellen, ist das für Betroffene eine belastende Erfahrung – besonders dann, wenn man bereits durch Schmerzen und Zeitdruck unter Stress steht. In dem hier beschriebenen Fall wurde eine Metallklammer zur Markierung des schmerzenden Bereichs unter einem Pflaster auf dem Rücken befestigt. Da der Patient darüber nicht informiert wurde, wusste er beim MRT nicht, dass sich Metall an seinem Körper befand – und das MRT war nicht verwertbar.
In einer solchen Situation gab es für den Betroffenen keinen realistischen Spielraum zum Eingreifen: Die Büroklammer befand sich unsichtbar unter einem Pflaster auf dem Rücken – einem Bereich, den man selbst nicht einsehen kann. Es war schlicht nicht möglich, davon zu wissen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Für künftige Situationen – sei es für einen selbst oder für Angehörige – gibt es einige Möglichkeiten, die zur Sicherheit beitragen können.
Wer nach einem solchen Erlebnis Fragen hat oder Unterstützung sucht, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu melden, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
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