2024-1548
Probe auf sexuell übertragbare Krankheiten vertauscht
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Meine Frauenärztin hat bei mir Ureaplasmen diagnostiziert. Daraufhin habe ich eine 10tägige Antibiotikatherapie mit Doxycyclin gemacht. Mein Partner hat sich ebenfalls testen lassen und hat von seiner Urologiepraxis ein negatives Ergebnis bekommen.
Wenige Tage später bekommt mein Partner von seiner Urologiepraxis einen Anruf, dass seine Probe vertauscht wurde und er doch positiv sei. Dadurch habe ich mich vermutlich wieder bei ihm angesteckt und muss Test und Antibiotikatherapie wiederholen (ich hatte noch keinen Termin bei meiner Frauenärztin).
Eine Diagnose wie die Infektion mit Ureaplasmen – Bakterien, die sexuell übertragen werden können – erfordert, dass beide Partnerinnen und Partner getestet und behandelt werden. Wenn dabei Laborproben verwechselt werden, kann ein falsches Ergebnis dazu führen, dass eine Behandlung unterbleibt und sich Partnerinnen oder Partner gegenseitig erneut anstecken. Im beschriebenen Fall musste eine Betroffene deshalb eine zweite Antibiotikatherapie durchführen – mit dem Risiko von Nebenwirkungen und der Bildung von Antibiotikaresistenzen.
Solche Probenverwechslungen sind seltene, aber folgenschwere Ereignisse. Sie entstehen nicht durch bösen Willen, sondern durch Fehler in Abläufen – können aber erhebliche gesundheitliche und persönliche Konsequenzen haben. Im vorliegenden Fall fiel der Fehler nur deshalb auf, weil der Partner die schriftlichen Befunddokumente sorgfältig durchgesehen und auf Vollständigkeit geprüft hatte.
Wer sich gemeinsam mit einer Partnerin oder einem Partner auf Infektionen testen lässt, kann durch einige gezielte Schritte dazu beitragen, dass Fehler früher auffallen oder vermieden werden.
Dieser Fall zeigt auch, was funktionierende Versorgung konkret bedeuten kann: Die Frauenärztin hat proaktiv auf ein breites Erregerspektrum getestet, ohne dass die Patientin gezielt danach fragen musste. Das Praxisteam hat zeitnah und unkompliziert kommuniziert – auch außerhalb regulärer Sprechzeiten – und die Behandlung ohne bürokratische Hürden ermöglicht. Solche Abläufe machen einen wesentlichen Unterschied, gerade bei sensiblen Diagnosen.
Zudem hat der Partner durch seine sorgfältige Prüfung der Unterlagen einen schwerwiegenden Folgefehler verhindert – und damit demonstriert, dass aufmerksame Patientinnen und Patienten zur eigenen Sicherheit beitragen können, auch wenn das nicht ihre Aufgabe sein sollte.
Ob eine Versorgung besonders gut oder problematisch verlaufen ist – beides ist für die Patientensicherheit wertvoll. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihre Erfahrungen anonym melden und damit dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Situationen lernen können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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