2024-192
Schwerer Eisenmangel blieb unentdeckt
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Ich litt seit längerem unter schlimmen Krämpfen im ganzen Körper. Mein Hausarzt fand trotz Blutuntersuchung keine Ursache. Irgendwann wurde ich sogar arbeitsunfähig, hatte bedrohliche Krämpfe in der Nacht und langsam auch Angst um mein Leben.
Eines Tages wachte ich schon krampfend auf und ließ mich aus lauter Angst von meinem Partner in die Notaufnahme eines renommierten Universitätsklinikums bringen. Dort nahm man wieder Blut ab. Nach drei quälenden Stunden Wartezeit sagte man, die Blutwerte seien alle gut und man könne so nichts für mich tun.
Ich suchte wenige Tage später mit meinen Beschwerden eine neurologische Praxis auf, wo die Ärztin mir direkt sagte, sie nähme jetzt wieder Blut ab, würde aber natürlich nicht nur auf das Eisen, sondern auf Ferritin, den Eisenspeicher, schauen. Dieser stellte sich dann als so bedrohlich niedrig dar, dass ich innerhalb der nächsten Tage und Wochen 12(!) Eiseninfusionen erhielt. Die Krämpfe waren danach weg und mein Leben einfach so wieder hergestellt.
Wieso fanden weder Hausarzt noch Krankenhaus diese Ursache? Ich bin bis heute entsetzt und frage mich, wie häufig Fälle wie meiner so lange ungelöst bleiben, nur weil unbekannt zu sein scheint, dass der Eisenwert allein nichts aussagt.
Wenn körperliche Beschwerden trotz mehrerer Arztbesuche und Blutuntersuchungen ungeklärt bleiben, ist das für Betroffene nicht nur körperlich, sondern auch emotional sehr belastend. Solche Situationen zeigen, dass die Labordiagnostik – also die Untersuchung von Blutproben – komplex ist: Nicht immer werden alle relevanten Werte automatisch im selben Schritt bestimmt.
Im vorliegenden Fall wurden über längere Zeit Krämpfe untersucht, ohne dass die Ursache gefunden wurde. Ein entscheidender Unterschied lag darin, welche Laborwerte jeweils angeordnet wurden: Eisen im Blut und Ferritin – der sogenannte Eisenspeicherwert, der anzeigt, wie viel Eisen der Körper tatsächlich vorrätig hat – sind zwei verschiedene Messgrößen. Normale Eisenwerte schließen einen kritisch niedrigen Ferritinwert nicht aus.
Wer unter anhaltenden, ungeklärten Beschwerden leidet, kann aktiv nachfragen und so dazu beitragen, dass die Suche nach einer Ursache möglichst vollständig ist.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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