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2024-1326

2 Operationen mit schrecklichen Auswirkungen

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Fallbeschreibung:

Wirbelsäulen-OP: Inkontinenz, Sturz und mangelhafte Entlassung

1. OP wegen Spinalkanalstenose. Mein linkes Bein schmerzte und kribbelte fürchterlich, und ich konnte nicht mehr auf diesem Bein stehen und gehen,
2. OP folgte wegen eines großen Hämatoms im voraus gegangenen Operationsfeld.
Zurück auf der Station ergoss sich ein unaufhörlicher Urinstrom. Ich durchnässte Windeln und Bett 2 und wurde dann “ „eingepämpert“. Am nächsten Tag wurde für 2 Tage Katheter und Redon angelegt. Seit dieser Zeit bin ich massiv inkontinent und habe auch große Probleme mit dem Stuhlgang. Dazu kommt aber noch, ich kann ohne Rollator nicht gehen. Nach 2 Wochen Krankenhausaufenthalt wurde ich ohne Arztbrief oder sonstiger Anweisung kurzer Hand auf einem fahrbaren Krankenstuhl per Krankenwagen nach Hause gebracht. Der vorläufige Arztbrief an meinen Hausarzt stellt die Behauptung auf: gesund entlassen. Mein Protestschreiben an den Chefarzt der Neurochirurgie und den Medizinischen Leiter wurde nicht beantwortet.
Jetzt habe ich ein neues externes MRT machen lassen in der Einrichtung, welche auch das 1. MRT gemacht hatten und was Grundlage für die 1. Operation gewesen ist.
Neben vielen anderen Fehlern auch eine Deckplattenimpressionsfraktur LWK 3. Sicherlich Folge von 2 nächtlichen unbeachteten Stürzen. Ich bin sehr niedergeschlagen!

Gut gelaufen:

eine sehr bemühte Pflege

Schlecht gelaufen:

eine hochmütige neurochirurgisch Ärzteschaft, die einen alten Mann als dummen Mann ansieht.

Verbesserungsvorschläge:

Das Krankenhaus interessiert mich nicht mehr! Hilfe bei der Wiederherstellung mein Gesundheitszustandes vor den beiden OPs. Ich bin ohne fremde Hilfe, gehend ins Klinikum gekommen und auf einer Bahre hinausgebracht worden.

Weitere Infos:

Das 1. MRT vor den Operationen und das 2. MRT nach den Operationen

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Operationen an der Wirbelsäule – zum Beispiel bei einer Spinalkanalstenose (einer Verengung des Wirbelkanals, die Nerven einengen kann) – sind eingreifende Eingriffe, die mit erheblichen körperlichen Folgen verbunden sein können. Wenn nach einem solchen Eingriff neue oder verstärkte Beschwerden auftreten, Stürze im Krankenhaus nicht dokumentiert oder behandelt werden und eine Entlassung ohne ausreichende Informationen erfolgt, kann das für Betroffene und ihre Angehörigen eine zutiefst belastende Erfahrung sein.

In einer Situation wie dieser – nach zwei Operationen, mit neu aufgetretener Inkontinenz, eingeschränkter Gehfähigkeit und nächtlichen Stürzen im Krankenhaus – gab es für den Betroffenen keinen realistischen Spielraum, eigenständig einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Fragen stellen und Antworten einfordern: Angehörige können beim Behandlungsteam aktiv nach dem aktuellen Zustand des Patienten fragen und um verständliche Erklärungen bitten – etwa: „Welche Beschwerden sind nach diesem Eingriff zu erwarten, und welche sollten sofort gemeldet werden?“
  • Stürze sofort melden: Wenn eine nahestehende Person im Krankenhaus stürzt, ist es möglich, dies unmittelbar beim Pflegepersonal oder dem ärztlichen Dienst zu melden und um eine schriftliche Dokumentation sowie eine körperliche Untersuchung zu bitten.
  • Auf einen vollständigen Arztbrief bestehen: Vor der Entlassung ist es möglich, ausdrücklich nach einem Entlassungsbrief zu fragen, der Diagnosen, Behandlungen, aktuelle Medikamente und Empfehlungen für die weitere Versorgung enthält – und diesen vor dem Verlassen der Klinik entgegenzunehmen.
  • Beschwerden schriftlich einreichen: Wenn Anliegen oder Beschwerden an die Klinikleitung nicht beantwortet werden, ist es möglich, sich an die Patientenfürsprecherin oder den Patientenfürsprecher der Einrichtung zu wenden oder eine unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Vertrauensperson benennen, die bei Krankenhausaufenthalten anwesend sein, Informationen entgegennehmen und im Bedarfsfall für den Patienten sprechen kann.
  • Eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung erstellen – so ist im Voraus geregelt, wer im Notfall Entscheidungen treffen und Auskunft erhalten darf.
  • Eine persönliche Medikamenten- und Diagnoseliste bereitlegen, die bei jedem Arztbesuch und Krankenhausaufenthalt mitgenommen werden kann.
  • Die Möglichkeit einer unabhängigen Zweitmeinung kennen: Bei geplanten Operationen ist es möglich, vor dem Eingriff eine weitere ärztliche Einschätzung einzuholen – das ist ein anerkanntes Patientenrecht in Deutschland.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung zu medizinischen, rechtlichen und psychosozialen Fragen rund um die Gesundheitsversorgung – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenfrei, montags bis freitags). Eigene Erfahrungen – ob belastend oder hilfreich – können außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym berichtet werden, damit andere davon lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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