2024-1501
Der OP durch Einlage einer Schiene eine zweite OP erzwungen
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Meine Mutter (85 Jahre alt) kam als Privatpatientin mit Verdacht auf Nierenstein ins Krankenhaus. Nachdem der Stein nicht von alleine abging, wurde nach drei Tagen eine endoskopische Operation durchgeführt. Ominöserweise war der Stein weg, dafür hat man in den Nieren etwas gesehen, das man auf diesem Wege nicht anschauen konnte. Um das genaue diagnostizieren zu können, hat der Operateur eine Schiene in die Harnröhre eingelegt (da sie in Vollnarkose lag, hat er meine Mutter dazu nicht befragt).
Eigentlich sollte diese zweite OP nach drei Wochen stattfinden, jetzt hat meine Mutter einen Termin bekommen, der fast drei Monate nach dem ersten OP-Termin ist. Sie kann nicht gut Wasserlassen und hat Druck im Bauch und fühlt sich übergangen, weil sie zu der Schiene nicht gefragt wurde. Ich finde es mit Blick auf ihr hohes Alter nicht vertretbar, eine zweite Vollnarkose in Kauf zu nehmen. Und ich finde, dass das Krankenhaus hier jetzt mindestens einen früheren Termin anbieten müsste.
Insgesamt haben wir den Verdacht, dass diese Schiene vor allem gelegt wurde, weil meine Mutter Privatpatientin und damit lukrativ ist. Mich würde eine Einschätzung interessieren.
Es ist belastend und verwirrend, wenn eine nahestehende Person nach einem Eingriff mit unerwarteten Beschwerden nach Hause geht – und das Gefühl entsteht, dass wichtige Entscheidungen ohne ihre Beteiligung getroffen wurden. Solche Erfahrungen können das Vertrauen in die Behandlung erheblich erschüttern.
Was hier beschrieben wird, ist eine Situation, in der während einer Operation in Vollnarkose eine zusätzliche Maßnahme durchgeführt wurde – das Einlegen einer Harnleiterschiene (ein kleines Röhrchen, das den Harnleiter offen hält) –, ohne dass die Patientin zuvor darüber informiert oder befragt wurde. Hinzu kommen anhaltende Beschwerden und ein als zu lang empfundener Wartezeitraum bis zum Folgetermin. In einer Situation wie dieser – bei einer 85-jährigen Patientin, die sich in Vollnarkose befand – gab es für sie selbst keinen realistischen Spielraum, in diesem Moment einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, neutrale Beratung für Patient:innen und Angehörige – auch bei Fragen zu Aufklärungspflichten und dem weiteren Vorgehen nach einem Krankenhausaufenthalt: www.patientenberatung.de. Ähnliche Erfahrungen lassen sich zudem auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden – so können andere von diesen Erlebnissen lernen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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