2024-1496
falsche Diagnose bei „typischer“ Symptomkonstellation
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Im Sommer stellte ich nach einem Wochenende-Trip einen Hautausschlag an der linken Flanke fest. Der Ausschlag war dunkelrot, leicht erhaben und ca. 7cm lang, 2cm breit. Er erwies sich als hartnäckig und juckte manchmal etwas. Außerdem hatte ich Rückenschmerzen (ich war an dem Wochenende lange Rennrad gefahren). Nach drei Wochen bin ich zu einem Hautarzt gegangen, der nach kurzer Sichtdiagnose via Lupe und kurzer Befragung die Diagnose Gürtelrose stellte. Obwohl ich neuralgische Schmerzen verneinte und auch keine Pustelbildung aufwies, schrieb er mich aufgrund Infektionsgefahr eine Woche krank und verschrieb Aciclovir alle 4 Stunden 800mg plus Schüttelmixtur). 2 Wochen später war der Ausschlag unverändert, nur die Struktur war etwas schuppiger geworden und es war ein schwacher Ring um den Ausschlag zu sehen. Der gleiche Hautarzt setzte jetzt auf die Diagnose Ekzem und verschrieb eine Kortison-Salbe (sollte ich mindestens 2 Wochen anwenden). Die Salbe machte den Ausschlag nur schlimmer, es juckte mehr und die Rötung nahm zu, es zeigte sich langsam auch der äußerer Ring um den Ausschlag deutlicher. Nach also mittlerweile 6 Wochen bestehenden Ausschlag ging ich zu meiner Hausärztin, die lies erstmals die Vermutung eines Zeckenbisses anklingen und nahm Blut ab, um den Borreliose-Titer zu bestimmen. Die Titer-Ergebnisse waren, ld. ihren Aussagen, nicht eindeutig und sie empfahl eine Kontrolle der Titer in 4 Wochen. In der Zwischenzeit wurde der Ring um den Ausschlag immer größer (vom Beckenknochen bis zum Rippenbogen). Mir war das Ganze nicht geheuer (ich hatte nie einen Zeckenstich bemerkt) und ich hatte die Möglichkeit in einer Klinik für Dermatologie eine „Schnellsichtung“ zu bekommen. Die Oberärztin dort hat sofort die Diagnose Erythema migrans gestellt und eine Antibiotika-Therapie eingeleitet. Letztendlich 8 Wochen nach erstem Auftreten des Ausschlags. Die Rückenschmerzen stellten sich übrigens nach weiteren 4 Wochen als Bandscheibenvorfall heraus.
Ein Hautausschlag, der sich über Wochen verändert und nicht auf die erste Behandlung anspricht, ist eine belastende Erfahrung – körperlich wie emotional. Wenn gleichzeitig mehrere mögliche Ursachen im Raum stehen, kann die Diagnosestellung auch für erfahrene Fachkräfte eine echte Herausforderung sein.
Manche Erkrankungen zeigen sich zunächst nicht in ihrer typischen Form. Das Erythema migrans – der charakteristische, sich ausbreitende Hautring, der auf eine Infektion mit Borrelien (Bakterien, die durch Zeckenstiche übertragen werden) hinweist – kann in frühen Stadien anderen Hauterkrankungen ähneln. Erschwerend kommt hinzu, dass Betroffene einen Zeckenstich häufig gar nicht bemerken. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass zunächst andere Diagnosen in Betracht gezogen werden, bevor die eigentliche Ursache erkannt wird.
Wer beobachtet, dass ein Hautbefund trotz Behandlung unverändert bleibt oder sich verändert, hat verschiedene Möglichkeiten, aktiv auf Klärung hinzuwirken.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
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