2024-215
Fehldiagnose zu Eileiterdurchlässigkeit und schlechte Aufklärung nach OP
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Ich hatte eine Myom-Entfernung und dabei wurde routinemäßig überprüft, ob die Eileiter durchlässig sind. Nach der OP hat mich der Arzt noch während des Aufwachens im Aufwachraum darüber informiert, dass meine Eileiter wohl beidseitig nicht durchlässig seien. Ich werde keine Kinder aus eigener Kraft bekommen können und solle direkt in ein KWZ (Kinderwunschzentrum), wenn meine Familienplanung konkret werden würde. Er hatte mit Abkürzungen gesprochen, insgesamt schlechtes deutsch, auf die Tatsache dass ich gar nicht richtig wach war und mich zwischendrin ständig übergeben musste wurde keine Rücksicht genommen. Ich war gar nicht richtig aufnahmefähig für eine so wichtige Unterhaltung. Ich war noch 3 Tage zur Beobachtung im Krankenhaus. Ich habe fast ununterbrochen geheult aufgrund dieser Information scheinbar nicht schwanger werden zu können. Ich konnte fast nicht schlafen. Ich hab mich schrecklich gefühlt. Es wurde mit mir kein Gespräch geführt, was die Diagnose nun bedeute und wie ich damit umgehen kann. Mir wurde total unerwartet der Teppich unter den Füßen weggerissen. Der Arzt hat zwar öfter bei mir vorbei geschaut, er war auch nett, aber er hat nur gesagt, dass er bei der OP alles richtig gemacht habe – was ich zu dem Zeitpunkt ja gar nicht hat in Frage gestellt habe. Ich wollte einfach wissen, woher sowas kommt, was das für die Zukunft bedeutet und vielleicht etwas Optimismus, wir hatten es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht mit der familienplanung probiert. Sehr ignorant war der Oberarzt Bei der täglichen Visite, einmal kam er mit mehreren, ich nehme an es waren ca 6 Medizin Studenten, Personen und hat halt seine Routinefragen gestellt. Wie immer bin ich einfach in Tränen ausgebrochen und konnte fast kein Wort sagen weil ich nur geheult habe. Darauf hin kam nur seine Reaktion: das wird schon. Ich empfand dies als sehr entwürdigend vor so vielen Leuten heulend zu liegen und dann so eine abspeisende Antwort zu bekommen. Ich habe gesehen dass die Studenten sehr irritiert waren. Es war unfassbar entwürdigend so eine Diagnose zu bekommen und zeitgleich kein ordentliches Gespräch, um meine Fragen und Ängste zu sortieren. So bin ich den einfach nach Hause geschickt worden. Die folgenden 6 monte haben Meine Heul-Attacken angehalten, ich hatte, besonders nachts, fast panische Zustände und musste ständig an dieses Thema denken. Mein Mann und ich haben dann nach 6 Monaten angefangen nicht mehr zu verhüten und ich bin direkt im ersten Zyklus schwanger geworden. Ich konnte es nicht glauben. Ich habe eine wunderbare Tochter geboren. Auch bei meiner zweiten Schwangerschaft bin ich direkt im ersten Zyklus schwanger geworden. Ich habe einen wunderbaren Sohn bekommen. Es ist natürlich unbeschreiblich toll, dass die Diagnose des Arztes einfach nur falsch war und ich bin sehr erleichtert, dass ich scheinbar sehr einfach schwanger werde. Dennoch hängt mir diese unheimlich schlechte und extrem überfordernde Kommunikation sehr nach. Ich habe mich sehr allein gelassen gefühlt. Un natürlich hinterfrage ich jetzt schon, ob der Arzt die Untersuchung richtig durchgeführt hat und auch ob die Entfernung der Myome so gut wie möglich durchgeführt wurde. Ich hatte eine Empfehlung zur einen Kaiseraschnitt bei Entbindung bekommen von dem operierenden Arzt, weil er bei einem Myom auch etwas von der Gebärmutterwand wegnehmen musste. Ich Frage mich schon, ob ein anderer Arzt vielleicht so hätte operieren können, dass dies nicht notwendig gewesen wäre und ob hier auch nicht so eine Fehldiagnose bzgl Eileiterdurchlässigkeit gestellt worden wäre.
Eine Operation und das Aufwachen danach sind körperlich wie emotional belastende Momente – wer sich noch in einem betäubten, erschöpften Zustand befindet, kann wichtige Informationen kaum aufnehmen und verarbeiten. Wenn in genau einem solchen Moment eine einschneidende medizinische Mitteilung gemacht wird, ohne dass danach ein ruhiges, erklärendes Gespräch folgt, kann das tiefe Verunsicherung, anhaltende Angst und ein Gefühl des Alleingelassenseins auslösen – unabhängig davon, wie sich die Situation später entwickelt.
Es ist möglich, aktiv darum zu bitten, dass wichtige Gespräche zu einem Zeitpunkt stattfinden, an dem man wirklich aufnahmefähig ist. Die folgenden Hinweise können dabei unterstützen:
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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