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2024-1415

Therapievorschlag nicht Folge geleistet

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Fallbeschreibung:

Zahnverlust nach ignoriertem Therapievorschlag beim Kieferchirurg

Mit Zahnschmerzen ging ich zur Zahnärztin. Die Zahnärztin war der Meinung die Schmerzen im Kieferbereich kämen von einer schlechten Implantatversorgung und bat mich, einen Termin beim Kieferchirurgen zu machen. Der Kieferchirurg gab mir schriftlich ein Therapievorschlag mit, um den dahinterliegenden Zahn zu behandeln.

Gegen die Schmerzen wurde nichts unternommen, nur den Ratschlag Schmerzmittel zu nehmen. Es dauerte nicht lange, dann habe ich zuerst das Implantat verloren und kurz darauf den dahinterliegenden Zahn.

Gut gelaufen:

Der Kieferchirurg hat mir schriftlich den Therapievorschlag mitgegeben. Vom Ansatz sehr gut nur leider wurde dieser nicht ernst genommen.

Schlecht gelaufen:

Ich hätte mir gewünscht, dass man früh genug herausgefunden hätte, wo die Schmerzen kommen, beziehungsweise welcher Zahn nun wirklich entzündet ist, dass man den anderen noch hätte retten können.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Zahnschmerzen können viele Ursachen haben, und es ist nicht immer auf den ersten Blick klar, welcher Zahn oder welche Struktur im Kiefer betroffen ist. In diesem Fall erhielt eine Patientin zwar einen schriftlichen Therapievorschlag vom Kieferchirurgen – doch die empfohlene Behandlung wurde nicht zeitnah umgesetzt, und die Schmerzen blieben zunächst unbehandelt. Im weiteren Verlauf gingen sowohl das Implantat als auch der dahinterliegende Zahn verloren.

Solche Situationen zeigen, wie wichtig die lückenlose Weitergabe und Umsetzung von Behandlungsempfehlungen zwischen verschiedenen Praxen ist – und wie hilfreich es sein kann, wenn Patientinnen und Patienten dabei aktiv mitwirken möchten.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer mit Zahnschmerzen mehrere Behandelnde aufsucht, kann durch einige konkrete Schritte dazu beitragen, dass wichtige Informationen nicht verloren gehen.

  • Schriftliche Empfehlungen aktiv ansprechen: Wenn ein Therapievorschlag – also eine schriftliche Empfehlung zur weiteren Behandlung – vorliegt, ist es möglich, bei der weiterbehandelnden Praxis ausdrücklich darauf hinzuweisen: „Ich habe einen schriftlichen Therapievorschlag vom Kieferchirurgen dabei – können wir besprechen, wie wir damit weiter vorgehen?“
  • Nachfragen zur Dringlichkeit: Bei anhaltenden Schmerzen kann es helfen, gezielt zu fragen, wie dringend die empfohlene Behandlung ist und was passieren kann, wenn sie hinausgezögert wird. Eine mögliche Formulierung: „Was kann passieren, wenn wir mit der Behandlung noch warten?“
  • Eine Begleitperson hinzuziehen: Gerade wenn viele Informationen auf einmal besprochen werden, kann eine Vertrauensperson beim Termin helfen, Empfehlungen zu notieren und nachzufragen.
  • Eine zweite Meinung einholen: Wenn Unsicherheit darüber besteht, welcher Befund zutrifft oder welche Behandlung notwendig ist, ist es jederzeit möglich, eine zweite zahnärztliche Meinung einzuholen – das ist ein normaler und akzeptierter Schritt in der zahnmedizinischen Versorgung.

Worauf Sie achten können

  • Schriftliche Therapievorschläge aufbewahren und bei Folgeterminen vorlegen – auch wenn die andere Praxis die Unterlagen möglicherweise schon kennt.
  • Bei Schmerzen, die trotz Behandlung oder Wartezeit nicht nachlassen, ist es möglich, erneut Kontakt zur Praxis aufzunehmen und um eine Einschätzung zu bitten.
  • Fragen, welche Praxis für die Koordination der weiteren Behandlung zuständig ist – besonders wenn mehrere Fachrichtungen beteiligt sind.
  • Eigene Beobachtungen festhalten: Wann begannen die Schmerzen, wo genau, wie stark – solche Angaben können Behandelnden helfen, den richtigen Zahn oder Bereich schneller zu identifizieren.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Zahnarztpraxis, Ambulante Praxis
Geschlecht: weiblich

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