2024-973
Fehler bei IVOM-Behandlung
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Vom behandelnden Augenarzt/ Augenärztin wurde auf beiden Augen eine feuchte Makula diagnostiziert. Eine spätere Untersuchung in einer Augenklinik schloss dies jedoch für das rechte Auge aus.
Es wurden beide Augen!! gespritzt. Am Abend erblindete das linke Auge plötzlich. Es erfolgte eine Notfall-Einweisung in die Augenklinik. Aus dem Bericht: „Es zeigte sich der hochgradige Verdacht auf eine postoperative Endophthalmitis mit deutlichem Vorderkammerreiz mit Hypopyon, fibrinöser Secclusio pupillae, sowie Glaskörperreiz. Wir leiteten unverzüglich die lokale, sowie systematische antibiotische Therapie nach Schema Stufe 3 ein. …… Der mikrobiologische Befund zeigte den Nachweis von Streptococcus canis.“
Der Arzt/ Die Ärztin war unerfahren, ich war sein/e 1. Patient. Das rechte Auge wurde abgedeckt und erhielt eine Klammer. Das linke Auge wurde nur mit Daumen und Zeigefinger gespreizt, ohne Abdeckung.
Ich habe die Praxis gewechselt. Hier wurde mir bestätigt, das die gleichzeitige Behandlung beider Augen unverantwortlich sei.
Eine Augenbehandlung, die zu einem dauerhaften Sehverlust führt, ist ein einschneidendes Erlebnis – körperlich wie emotional. Was in diesem Fall beschrieben wird, zeigt, wie gravierend die Folgen sein können, wenn bei einer IVOM-Behandlung (intravitreale operative Medikamenteneingabe, d. h. eine Injektion in den Glaskörper des Auges) etwas schiefläuft.
In diesem Fall wurde eine Injektion in beide Augen gleichzeitig vorgenommen. Anschließend entwickelte sich eine schwere Infektion – eine sogenannte Endophthalmitis (Entzündung des Augeninneren) –, die zu einem irreversiblen Sehverlust geführt hat. Medizinische Fachgesellschaften empfehlen ausdrücklich, beide Augen nicht in derselben Sitzung zu behandeln, um genau solche Risiken zu minimieren.
Wer eine IVOM-Behandlung plant oder bereits erhält, kann sich vorab und während der Behandlung auf verschiedene Weisen informieren und aktiv beteiligen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung zu Patientenrechten und möglichen nächsten Schritten nach belastenden Behandlungserfahrungen an – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Weitere Informationen und Berichte aus der Praxis finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de, wo Sie auch eigene Erfahrungen anonym teilen können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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