2024-1065
Handbruch nicht erkannt – Folge starke, bleibende Schmerzen
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Vor 3 Jahren hat sich meine Ehefrau, bei einem Sturz die rechte Hand gebrochen. Brachte sie in KH. Die Diagnose eines Arztes: „Müssen nicht operieren – nichts gebrochen“. Die Hand bekam einen Gipsverband. Als der Gips nach mehreren Wochen weg kam, stellte man beim Röntgenbild fest, daß die Hand gebrochen war. Mehrere operative Eingriffe, auch Entnahme von Knochenmark am Hüftkranz -der dabei gebrochen wurde- brachte keine Besserung. Seit Jahren leidet meine Frau unter enorme Schmerzen am rechten Handgelenk und an der OP-Stelle am Hüftkranz.
Das Kuriose dabei ist, als meine Frau wegen dem Unfall ins Krankenhaus kam, daß zu dieser Zeit auch ein Handchirurg im Haus war, der aber nicht informiert wurde.
Sollche Fälle müssten normal in der Öffentlichkeit dokumentiert werden. Es ist für uns ein trauriges Kapitel, daß durch eine Fehldiagnose, meine Frau so leiden muß.
Als man ihr im KH nicht mehr helfen konnte, bekam sie einfach eine Überweisung zum Orthopäden.
Ein Sturz mit Handverletzung ist ein erschreckendes Ereignis – und es ist besonders belastend, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass ein Knochenbruch zunächst nicht erkannt wurde. Fehldiagnosen bei Handverletzungen kommen vor, auch wenn sie selten sind: Manche Brüche sind auf ersten Röntgenaufnahmen schwer zu erkennen, und nicht immer steht in der Notaufnahme sofort die am besten geeignete Fachperson zur Verfügung.
In einer Notaufnahme läuft vieles gleichzeitig ab. Ob ein Spezialist wie ein Handchirurg (ein Arzt, der auf Verletzungen und Erkrankungen der Hand spezialisiert ist) hinzugezogen wird, hängt von internen Abläufen und der Einschätzung des erstbehandelnden Arztes ab – das liegt in der Regel nicht im Einflussbereich der betroffenen Person selbst.
Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person nach einem Sturz mit Handverletzung in einer Notaufnahme behandelt wird, gibt es einige Möglichkeiten, aktiv zur eigenen Sicherheit beizutragen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Monatelange Schmerzen, falsche Diagnose, verschwiegener MRT-Befund: Wie eine verkürzte Elle zu spät erkannt wurde und was Betroffene wissen sollten.
Fall lesen →Ein Fall zeigt, wie eine Leberzirrhose im Endstadium trotz Arztbesuchen und vorhandener Befunde jahrelang unerkannt blieb. Was können wir daraus lernen?
Fall lesen →Neun Rippenbrüche wurden in der Notaufnahme nicht erkannt. Die Folge: zwei Jahre Schmerzen und mehrere Rückfälle. Lesen Sie diesen eindrücklichen Patientenbericht.
Fall lesen →Eine Patientin erhielt statt einer LS-Diagnose nur Pilzsalbe. Wie eine Fehldiagnose Betroffene belastet – und was Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Ein erhöhter CK-Wert führte zur Fehldiagnose Myopathie – ohne Berücksichtigung ethnischer Referenzwerte. Was dieser Fall über Patientensicherheit lehrt.
Fall lesen →Ein junger Patient erhält statt einer Depressionsdiagnose fälschlich die Diagnose Schizophrenie – mit weitreichenden Folgen. Lesen Sie diesen Fall.
Fall lesen →Wochen voller Schmerzen, viele Arztbesuche – und keine Diagnose. Wie eine Gürtelrose lange übersehen wurde und was das für Patienten bedeutet.
Fall lesen →Ein Patient mit Darmverschluss sollte operiert werden – doch ein Klinikwechsel zeigte: die OP war nicht nötig. Ein Fall über Patientenrechte und zweite Meinung.
Fall lesen →Eine Patientin wurde trotz starker Schmerzen ohne Röntgenbild nach Hause geschickt. Erst Wochen später zeigte ein MRT den Kniescheibenbruch.
Fall lesen →Eine Mutter kämpfte 8 Monate für die richtige Diagnose ihres Sohnes. Wie elterliches Bauchgefühl bei ALL lebensrettend wirkte.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team