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2025-061

Katheterspitzenabbruch bei Aneurysmaversorgung

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Fallbeschreibung:

Katheterspitzenabbruch bei Hirnaneurysma-Behandlung

Bei einer vaskulären Behandlung eines Aneurysmas im Gehirn (durch die Armarterie), ist die Katheterspitze schon in der Halsschlagader abgebrochen und mit dem Blutstrom mitgerissen worden. Eine Versorgung des Aneurysmas wurde daher nicht mehr durchgeführt.

Die Katheterspitze konnte trotz zweieinhalbstündiger Suche mit zwei weiteren Kathetern (7 und 5) nicht geborgen werden. Es sind zwei Hirnblutungen aufgetreten sowie fokale elektrische Anfälle. Unbeschreiblich starke Schmerzen sind aufgetreten. Durch hochdosierte Medikamente ging es mir relativ schnell besser. Ein zweiwöchiger Krankenhaus Aufenthalt schloss sich an.

Gut gelaufen:

Vermutlich größeren Schaden hat der behandelnde Arzt versucht abzuwenden, indem er die Katheterspitze in eine Hirnregion bugsierte, in der sie möglichst wenig Schaden anrichtet.

Schlecht gelaufen:

Ich hatte vor dem Eingriff schriftlich und mündlich darum gebeten, mich wegen meiner geringen Körpergröße (ca. 1.50 cm) und meines Gewichts von ca. 46 kg „wie ein Kind“ mit entsprechend kleineren Instrumenten zu behandeln, da eine vorher hier durchgeführte Angiographie schon Schwierigkeiten bereitete. Die Schleuse passte nicht in die Arterie.

Verbesserungsvorschläge:

Die Medikamente an das Körpergewicht anpassen. Mehr Empathie der Ärzte im Krankenhaus. Besser zuhören. Das Essen schwächt.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Dieser Fall beschreibt eine schwere Komplikation bei einem gefäßmedizinischen Eingriff am Gehirn – eine Situation, die körperlich und emotional außerordentlich belastend ist. Die betroffene Person hatte klare Vorahnungen aufgrund früherer Erfahrungen und hat diese aktiv kommuniziert – und dennoch kam es zu einem ernsten Zwischenfall.

Eingriffe an Blutgefäßen im Gehirn, sogenannte endovaskuläre Behandlungen, gehören zu den anspruchsvollsten Verfahren in der Medizin. Komplikationen wie ein Materialversagen können trotz sorgfältiger Planung auftreten. Gleichzeitig zeigt dieser Fall, wie wichtig es ist, dass individuelle körperliche Voraussetzungen – wie Körpergröße und Gewicht – bei der Instrumentenwahl und Medikamentendosierung berücksichtigt werden.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer vor einem Eingriff auf besondere körperliche Merkmale hinweisen möchte, kann dies auf verschiedenen Wegen tun.

  • Hinweise schriftlich und mündlich festhalten: Bedenken zur eigenen Körperkonstitution – etwa zu geringem Körpergewicht oder kleinen Gefäßdurchmessern – können bereits beim Aufklärungsgespräch (dem Gespräch vor dem Eingriff, in dem Risiken erklärt werden) angesprochen und schriftlich in der Patientenakte vermerkt werden. Eine mögliche Formulierung: „Bei einer früheren Untersuchung gab es bereits Schwierigkeiten mit der Gefäßgröße – bitte beziehen Sie das in die Planung ein.“
  • Frühere Befunde aktiv einbringen: Liegt ein Bericht über eine vorangegangene ähnliche Untersuchung vor, ist es möglich, diesen ausdrücklich zur Vorbereitung des neuen Eingriffs beizufügen oder nachzufragen, ob er vorliegt und berücksichtigt wurde.
  • Fragen zur Instrumentenwahl stellen: Es ist möglich, das Behandlungsteam gezielt zu fragen, ob die geplanten Materialien an die eigene Körpergröße und das Gewicht angepasst sind – und ob dies vorab geprüft wurde.
  • Fragen zur Medikamentendosierung: Besonders bei niedrigem Körpergewicht kann es sinnvoll sein zu fragen, ob die geplante Medikamentendosis auf das eigene Gewicht abgestimmt ist – eine gewichtsadaptierte Dosierung ist in vielen Bereichen der Medizin üblich.

Worauf Sie achten können

  • Vorangegangene Untersuchungsberichte, die auf Besonderheiten der eigenen Gefäße hinweisen, können dem behandelnden Team ausdrücklich zur Verfügung gestellt werden.
  • Im Aufklärungsgespräch ist es möglich, konkret nachzufragen, ob die eigene Körperkonstitution bei der Materialauswahl berücksichtigt wurde.
  • Eine Begleitperson kann helfen, wichtige Informationen im Gespräch festzuhalten und bei Bedarf noch einmal nachzufragen.
  • Wer das Gefühl hat, dass Hinweise nicht ausreichend gehört wurden, kann um ein weiteres Gespräch bitten – etwa mit einer anderen Person des Behandlungsteams oder dem Patientenfürsprecher (einer unabhängigen Vertrauensperson im Krankenhaus).

Sie sind nicht allein

Wenn Sie eine belastende Behandlungserfahrung gemacht haben und Fragen oder Unsicherheiten bestehen, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und vertrauliche Beratung an. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie zudem eigene Erfahrungen anonym melden und damit dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Situationen besser geschützt werden.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, sonstiger Bereich
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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