2025-304
Kein Arzt auf Dialyseststion bei Kreislaufkollaps
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Ich war zur Lipidapherese auf der Dialysestation des Klinikums, während der Blutwäsche erlitt ich einen massiven Blutdruckabfall. Dass ich schwer herzkrank bin, wem Klinikum nach 3 Herzinfarkten bestens bekannt.
Die Behandlung wurde allein von der einzigen anwesenden Krankenschwester durchgeführt, die versuchte, einen Arzt wegen meines Zustandes zu alarmieren. Auf der Dialysestation war kein Arzt anwesend, obwohl meine Behandlung durch den Chefarzt/Oberarzt hätte durchgeführt werden müssen.
Für ca. 45 min ist es der Krankenschwester nicht gelungen, einen Arzt zu finden. Sie wählte schließlich den Notruf, ich wurde von einem Notarzt und einer Rettungssanitäterin nach über einer dreiviertel Stunde aus der Dialysestation in die Notaufnahme geschoben, wo man meinen Kreislauf mit einer Infusion stabilisierte.
Es stellte sich heraus, dass der/die für meine Behandlung zuständige/r Oberarzt/ärztin (Vertreter/in des Chefarztes) regelmäßig während ihres Dienstes Studenten unterrichtete und auch in Notfällen nicht erreichbar war. Ein Assistenzarzt war nicht verfügbar, weil dieser seine Arbeitszeit schon vor längerer Zeit reduziert hatte. Die Behandlung wurde deshalb regelmäßig ohne Anwesenheit oder wenigsten Erreichbarkeit eines Arztes lediglich von einer Krankenschwester durchgeführt, obwohl ich als Hochrisikopatient bekannt war.
Ein Kreislaufkollaps während einer laufenden Behandlung ist ein beängstigendes Erlebnis – umso mehr, wenn die Situation sich über eine längere Zeit hinzieht, ohne dass ärztliche Hilfe verfügbar ist. Solche Ereignisse können auftreten, wenn die organisatorischen Abläufe einer Station nicht auf die besondere Schwere einzelner Behandlungsfälle abgestimmt sind.
Die Lipidapherese – ein Verfahren zur Blutreinigung, bei dem bestimmte Blutfette herausgefiltert werden – erfordert eine engmaschige Überwachung, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit bekannten Herzerkrankungen. Wenn in einer solchen Situation kein Arzt erreichbar ist und dies über einen längeren Zeitraum andauert, entsteht eine ernste Versorgungslücke. In einem Fall wie diesem gab es für den Betroffenen keinen realistischen Spielraum, die fehlende ärztliche Präsenz selbst auszugleichen – das ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und vertrauliche Beratung für Menschen, die nach einem schwierigen Versorgungserlebnis nicht wissen, welche Schritte möglich sind – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenlos). Wenn Sie eigene Erfahrungen teilen möchten, um anderen zu helfen, können Sie dies auf mehr-patientensicherheit.de tun – jeder Bericht kann dazu beitragen, die Versorgung sicherer zu machen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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