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2024-1511

Kommunikation mit Patient bei Schmerzbehandlung

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Fallbeschreibung:

Schmerzbehandlung: Kommunikationsprobleme und Armschmerzen

In meinem Fall war es eine Schmerzbehandlung. Meine Vermutung eine Überlastung des linken Armes, nach einer Mehrbelastung des rechten Armes, um den linken Arm zu entlasten, waren am Ende Schmerzen in beiden Armen auszuhalten.

Gut gelaufen:

Zu guter Letzt konnte die Ursache durch die Hausärztin gefunden werden.

Schlecht gelaufen:

Um der Hausärztin Hinweise für eine Diagnose geben zu können mußte ich in drei Gesprächsrunden, wahrscheinlich auch nicht besonders vom mir hervorgehoben, erklären, das ich mich seit vielen Jahren vegetarisch ernähre. Nach dem dritten Gespräch, weil Physiotherapie (das ist wohl ein Standard bei Verspannungen und Schmerzen) nicht geholfen hatte, eröffnete sie mir zwei Optionen 1. ein Schmerzmittel 2. ein Vitamin B-Präprarat. Ich nahm dann erst einmal das Vitamin-Präparat und innerhalb weniger Tage verschwanden die Schmerzen! Das Schmerzmittel brauchte ich nicht mehr.

Verbesserungsvorschläge:

Aus meiner Sicht sind es die Gespräche, die kurze Zeit für eine Patientenberatung reicht oft nur für Standardfragen und führt zu Standardverfahren. Darüber hinaus müssen aber besondere Lebens-und Verhaltenanalysen, die zeitaufweniger sind, Teil einer Diagnose sein.

Weitere Infos:

Ein nebeneffekt war in meinem Fall die Kurzatmigkeit, das war bei der Schmerzbehandlung nicht das Thema, aber zur Zeit der Covid-Pandemie habe ich die Ursache darin gesucht. Das war wohl ebenfalls ein trugschluß vom meiner Seite. Mir hätte bei dem damaligen Sport (Aikido) schon auffallen sollen, das meine mit mir gemeinsam trainierenden Sportler bei großer Anstrengung weniger Atemproblemen hatten als ich! Nachdem ich nun meine Nahrung regelmäßtig mit Vitamin-B- und Eisenpräparten ergänze kann ich wieder ohne Probleme mein Lauftraining wie gewohnt durchführen.

Präventionsmaßnahmen:

Was hier gut gelaufen ist

Dieser Fall zeigt, wie wichtig das Gespräch zwischen Patient und Behandelnden sein kann – und dass Ausdauer dabei manchmal entscheidend ist. Nachdem die Ursache der Beschwerden zunächst schwer zu greifen war, führte ein wichtiger Hinweis zur persönlichen Ernährungsweise schließlich zu einer passenden Behandlung: Ein Vitamin-B-Mangel, der durch eine langjährige vegetarische Ernährung entstanden war, konnte als Ursache für die Schmerzen in beiden Armen und vermutlich auch für die Kurzatmigkeit identifiziert werden. Nach der gezielten Ergänzung mit Vitamin-B- und Eisenpräparaten verschwanden die Beschwerden innerhalb weniger Tage.

Wie Sie ähnlich gute Bedingungen aktiv herbeiführen können

  • Informationen zur eigenen Ernährungsweise, zu Nahrungsergänzungsmitteln oder besonderen Lebensgewohnheiten können für eine Diagnose wichtig sein – auch wenn der Zusammenhang auf den ersten Blick nicht offensichtlich wirkt. Es ist möglich, diese Angaben schriftlich vorzubereiten und beim Gespräch direkt mitzubringen, zum Beispiel als kurze Notiz: „Ich ernähre mich seit X Jahren vegetarisch / vegan und nehme keine Nahrungsergänzungsmittel.“
  • Wenn eine Behandlung nicht die erhoffte Wirkung zeigt, ist es möglich, das offen anzusprechen und gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt nach weiteren Erklärungen zu suchen. Formulierungen wie „Die Physiotherapie hat bisher nicht geholfen – könnten andere Ursachen eine Rolle spielen?“ können dabei helfen, das Gespräch in eine neue Richtung zu lenken.
  • Körperliche Veränderungen, die im Alltag oder beim Sport auffallen – etwa eine ungewöhnliche Erschöpfung oder Kurzatmigkeit im Vergleich zu anderen –, können als zusätzlicher Hinweis im Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt wertvoll sein, auch wenn sie zunächst nicht im Mittelpunkt der Behandlung stehen.
  • Wer möchte, kann sich auf einen Arzttermin vorbereiten, indem relevante Informationen gesammelt werden: Wann haben die Beschwerden begonnen? Gibt es Veränderungen im Alltag, in der Ernährung oder bei körperlichen Aktivitäten, die zeitlich damit zusammenpassen könnten?

Daran erkennen Sie gute Versorgung

  • Die Ärztin oder der Arzt fragt aktiv nach Ernährungsgewohnheiten, Lebensweise und möglichen Veränderungen im Alltag – besonders dann, wenn Standardbehandlungen keine Wirkung gezeigt haben.
  • Wenn ein Therapieansatz nicht hilft, werden gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten alternative Erklärungen und Behandlungsmöglichkeiten besprochen.
  • Auch Begleitsymptome – also Beschwerden, die scheinbar nicht direkt zum Hauptproblem gehören – werden ernst genommen und in die Überlegungen einbezogen.
  • Behandlungsoptionen werden erklärt und gemeinsam abgewogen, sodass die betroffene Person eine informierte Entscheidung treffen kann.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

Fälle wie dieser zeigen, dass auch positive Verläufe – mit ihren Umwegen und dem, was letztlich geholfen hat – für andere Menschen wertvoll sein können. Auf mehr-patientensicherheit.de haben Sie die Möglichkeit, Ihre eigenen Erfahrungen anonym zu berichten und damit zur Verbesserung der Versorgung beizutragen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

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