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2024-204

Mit abgebrochenen Wirbelknochen ohne Rückenschiene nach Hause geschickt

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Fallbeschreibung:

Wirbelbruch: Entlassung ohne Rückenschiene – CIRS-Fall

Nach mehreren Tagen stationären Aufenthalt im Krankenhaus wurde in der morgen Routine mir mitgeteilt, das ich „auf meinem Sofa weiterliegen“ könnte, da „die Betten gebraucht werden“. Keine weiteren Informationen.
Meine Eltern fuhren mich mit Schmerzen dann in eine Gemeinschaftspraxis, wo ich auf der Toilette unwissend mich seitlich zum papier gedreht habe und es sich angehört hatte, als hätte ich sand zwischen den Knochen (war medikamentös schmerzbefreit)…
Dort kam raus, dass
A) das Krankenhaus mich nicht ohne eine Rückenschiene hätte entlassen dürfen
B) ich Glück hatte, dass meine Eltern mir verboten hatten, meine schwere Tasche ais dem KH selbst zu tragen

Später kam noch raus dass
A) ein Stück Wirbelknochen abgebrochen und verdreht angewachsen war
B) ich mit Mitte 30 eine beginnende Osteopenie hatte

Gut gelaufen:

Aufgrund des zu späten Bemerken des kleinen, abgebrochenen und verdrehten Wirbelkörperstücks konnte nicht mehr operiert werden. Es ist von ganz allein wieder verwachsen.

Schlecht gelaufen:

Hätte ich im Krankenhaus schon eine Rückenschiene bekommen und ausreichend aufgeklärt worden, wie ich mich weiter verhalten solle- und mir nicht das Gefühl gegeben worden sein, dass ich gesund bin und anderen den Platz wegnehme – hätte ich nicht die Fehldrehung und dadurch eine Verschlimmmerung meines privaten Sturzes erlebt.

Verbesserungsvorschläge:

Wertschätzendere Kommunikation von Ärzten und Pflegern gegenüber Patienten (egal welchem Alters, Geschlecht ect)

Weitere Infos:

Da so etwas meist unter Stressbelastung geschieht, muss sich meiner Meinung nach in dem Bereich irgendetwas ändern. Ich befürchte das „schließen von“ und „wirtschaftliche Hintergedanken im“ Krankenbereich nicht wirklich hilfreich sind.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Entlassung aus dem Krankenhaus kann sich anfühlen wie ein Zeichen der Genesung – auch dann, wenn der eigene Körper noch lange nicht stabil ist. Wenn dabei wichtige Informationen zur weiteren Versorgung fehlen, können selbst alltägliche Bewegungen unbeabsichtigt zu einer Verschlechterung führen.

In diesem Fall wurde eine Patientin mit einer Wirbelsäulenverletzung entlassen, ohne eine Rückenschiene (eine stützende Vorrichtung, die die Wirbelsäule in einer sicheren Position hält) erhalten zu haben und ohne ausreichende Informationen darüber, wie sie sich zuhause verhalten solle. Dass sie nicht allein und ohne schweres Gepäck transportiert wurde, erwies sich im Nachhinein als bedeutsam.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer aus einem Krankenhaus entlassen wird, kann vor dem Verlassen der Station gezielt nachfragen – auch wenn der Ablauf schnell wirkt oder man das Gefühl hat, keine Zeit dafür zu haben.

  • Es ist möglich, vor der Entlassung konkret zu fragen, welche Bewegungen oder Belastungen im Alltag aktuell sicher sind – zum Beispiel: „Was darf ich heben, wie darf ich mich drehen, wie setze ich mich hin?“
  • Wenn Hilfsmittel wie eine Schiene, ein Korsett oder Krücken im Gespräch erwähnt wurden, kann man nachfragen, ob und wann man diese erhalten wird: „Brauche ich zur Entlassung ein Hilfsmittel – und wenn ja, wie bekomme ich es?“
  • Es ist möglich, eine Begleitperson zu bitten, beim Entlassungsgespräch dabei zu sein. Vier Ohren hören mehr, und Angehörige können Fragen stellen, die man selbst vielleicht gerade nicht im Kopf hat.
  • Wenn etwas unklar bleibt oder sich nach der Entlassung etwas merkwürdig anfühlt – körperlich oder im Hinblick auf die Informationen – ist ein rascher Besuch bei einer niedergelassenen Ärztin oder einem Arzt eine mögliche nächste Anlaufstelle.

Worauf Sie achten können

  • Vor der Entlassung: Liegt ein schriftliches Entlassungsdokument vor, das die Diagnose, die aktuelle Medikation und Verhaltensempfehlungen enthält?
  • Sind Fragen zu körperlichen Einschränkungen beantwortet worden – zum Beispiel zu Heben, Tragen, Treppensteigen oder bestimmten Bewegungen?
  • Ist bekannt, welche Stelle im Anschluss die weitere Behandlung übernimmt – und wann ein Nachsorgetermin stattfindet?
  • Ist der Transport nach Hause so organisiert, dass keine zusätzliche körperliche Belastung entsteht – etwa durch schweres Gepäck oder lange Wege?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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