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2024-1451

Praxis telefonisch nicht erreichbar

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Fallbeschreibung:

Praxis nicht erreichbar: Risiken für Patienten

Mehrfach in diesem Jahr und in vergangenen Jahren erlebte ich, dass Praxen und Abteilungen in Krankenhäusern nicht mehr telefonisch erreichbar sind.

Bei schweren gesundheitlichen Problemen ist man jedoch oft zu schwach, um überall persönlich hinzufahren.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Ein Extremfall: An der Praxistür klebte ein Zettel: Wir haben keine Zeit, bitte rufen Sie an. Jedoch ging niemand ans Telefon.

Verbesserungsvorschläge:

Den Personalmangel gezielt angehen. Und die Praxen sensibilisieren, dass sie zwar immer noch von vielen Patienten erreicht werden. Von manchen aber nicht mehr, und oft gerade von denen, die Hilfe besonders benötigen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wer krank und geschwächt ist, braucht oft schnell Kontakt zur Arztpraxis oder zu einer Klinikambulanz – und erlebt dann, dass niemand ans Telefon geht. Das ist eine belastende Situation, die das Gefühl der Hilflosigkeit verstärken kann und im schlimmsten Fall dazu führt, dass notwendige Versorgung verzögert wird.

Telefonische Nichterreichbarkeit von Praxen und Krankenhausabteilungen ist ein bekanntes strukturelles Problem im deutschen Gesundheitssystem. Für Menschen, die zu krank oder zu schwach sind, um persönlich zu erscheinen, kann es dadurch schwer werden, überhaupt Zugang zur Versorgung zu finden. In einer solchen Situation ist es wichtig anzuerkennen: Der Handlungsspielraum Betroffener ist oft erheblich eingeschränkt – und das liegt nicht an ihnen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Auch wenn die Ursachen dieser Situation im System liegen, gibt es einige Wege, die den Zugang zur Versorgung in solchen Momenten erleichtern können.

  • Neben dem direkten Anruf in der Praxis ist es möglich, alternative Kontaktwege zu nutzen. Viele Praxen bieten inzwischen Online-Terminbuchung, E-Mail-Kontakt oder Kontaktformulare auf ihrer Website an.
  • Bei akuten oder dringenden Beschwerden kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Rufnummer 116 117 kontaktiert werden – dieser ist rund um die Uhr erreichbar und kann auch einschätzen, ob und wie schnell weitere Versorgung notwendig ist.
  • Wenn Beschwerden lebensbedrohlich sind oder sich rasch verschlechtern, ist es möglich, den Notruf 112 zu wählen oder den Rettungsdienst zu rufen – auch dann, wenn man zunächst zögert, ob die Situation „ernst genug“ ist.
  • Eine Begleitperson, ein Familienmitglied oder eine nahestehende Person kann gebeten werden, telefonische Kontaktversuche zu übernehmen – zum Beispiel mit dem Hinweis: „Ich bin zu krank, um selbst anzurufen – können Sie das für mich versuchen und notfalls auch nachfragen, ob es einen anderen Kontaktweg gibt?“

Worauf Sie achten können

  • Notieren Sie die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116 117) und des Notrufs (112) gut sichtbar – zum Beispiel am Telefon oder als Kontakt im Handy gespeichert.
  • Informieren Sie sich bei Ihrer Praxis in einem ruhigen Moment, ob es alternative Erreichbarkeiten gibt – etwa ein Online-Portal, eine E-Mail-Adresse oder einen Rückrufservice.
  • Es kann hilfreich sein, eine Vertrauensperson zu benennen, die im Bedarfsfall Kontakte für Sie übernehmen oder begleiten kann.
  • Wenn Sie wiederholt erleben, dass eine Praxis oder Einrichtung nicht erreichbar ist, ist es möglich, dies zu melden – zum Beispiel bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Ihres Bundeslandes oder auf Plattformen wie mehr-patientensicherheit.de. Solche Meldungen können dazu beitragen, auf strukturelle Probleme aufmerksam zu machen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, Ambulante Praxis
Geschlecht: weiblich

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