2026-201
Respektloses Verhalten nach Wirbelbruch – Rezept wird verweigert
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Nachdem ich infolge einer schweren Bronchitis einen Wirbelbruch erlitt, hat es 3 Wochen gedauert, bis ich einen Arzttermin erhielt. Telefonisch ist eine Terminvereinbarung nicht mehr möglich, nur noch online. Dieser Arzt schickte mich erst mal ins MRT. Gott sei Dank bekam ich 8 Tage später einen MRT-Termin (Inzwischen sind 4 äußerst schmerzhafte Wochen vergangen). Mit dem Ergebnis ging ich wieder zu dem Arzt, der mich dann zu seinem Kollegen sandte, da dieser über ein radiologisches Gerät verfügte, um zu prüfen, ob ich Osteoporose habe. 1 Woche später war ich bei dem Kollegen – 5 Wochen sind insgesamt vergangen. Es bestätigte sich, dass ich einen hohen T-Wert habe. Der Arzt empfahl mir eine Movymia-Spritzentherapie. Ich ging zum 1. Arzt, um mir das Rezept verschreiben zu lassen. Dieser verweigerte mir das Rezept, weil ich ja bei dem anderen Arzt war, der die Diagnose erstellte. Ich ging wieder zurück und sagte diesem Arzt, dass ich zukünftig gerne von ihm behandelt werden möchte. Er lehnte das ab, mit der Begründung, dass Kollegen sich untereinander nicht die Patienten wegnehmen. Er verschrieb mir das Medikament und verabschiedete mich. Von dem Zeitraum meines Bruches bis zur 1. Spritze sind am Ende fast 4 Monate vergangen, weil mich ein Arzt zum anderen sandte und dazwischen Praxisurlaube waren, in denen ich niemanden erreichte und Wartezeiten hatte. Zuletzt war ich vor 2 Wochen bei dem 2. Arzt, weil ich Schmerzen in der Sehne im linken Knöchel hatte, außerdem benötigte ich ein neues Rezept für das Osteoporose-Medikament, da ich in den Urlaub gehe und ich nicht aussetzen darf. Ich kam vorbereitet mit 3 Fragen notiert auf einem Zettel ins Sprechzimmer. Er untersuchte meinen Knöchel kurz und verschrieb mir eine große Packung Ibuprofen und eine Bandage. Nachdem ich ihm die 2 weiteren Fragen stellen wollte, setzte er sich nicht mehr, sondern ließ mich mitten im Satz stehen und war dabei, hinauszugehen. Ich fragte ihn, warum er denn schon geht, ich habe noch Fragen an ihn. Darauf reagierte er und antwortete: „Was heißt hier, schon wieder!“ Ich korrigierte ihn, denn ich sagte nicht „schon wieder“. Er winkte ab, stand in der geöffneten Tür und ging ohne sich zu verabschieden. Ich blieb mit meinen Fragen zurück, die ich dann der Arzthelferin am Empfang stellte. Die schickte mich wieder zu ihm. Ich sagte ihr, dass er gesagt hatte, ich solle mich an sie wenden. Es war ein hin und her. Dieser Arzt hat mich zum wiederholten Male unfreundlich und despektierlich behandelt, obwohl ich ein sehr höflicher und verständnisvoller Mensch bin. Doch mit meiner Rückengeschichte, die ich nun mal habe, und ich wünschte, ich hätte sie nicht, erlebe ich ständig so ein Verhalten in den Arztpraxen.
Einen Wirbelbruch zu erleiden und dabei über Monate hinweg von Praxis zu Praxis verwiesen zu werden – das ist körperlich wie emotional eine außerordentlich belastende Erfahrung. Wenn dann in Arztgesprächen das Gefühl entsteht, nicht gehört oder respektlos behandelt zu werden, kann das das ohnehin schon geschwächte Vertrauen in die Versorgung weiter erschüttern.
Solche Situationen entstehen häufig durch strukturelle Gegebenheiten im Gesundheitssystem – lange Wartezeiten, ungeklärte Zuständigkeiten zwischen Praxen und ein hoher Zeitdruck auf alle Beteiligten. Hinzu kann kommen, dass chronische Schmerzerkrankungen und komplexe Diagnosen wie Osteoporose (eine Erkrankung, bei der die Knochendichte abnimmt) besonders viele Abstimmungsschritte zwischen verschiedenen Fachrichtungen erfordern. Das erhöht das Risiko, dass Informationen verloren gehen und Patientinnen und Patienten in Lücken zwischen Zuständigkeiten geraten.
Wer sich in einer vergleichbaren Lage befindet, hat verschiedene Möglichkeiten, die eigene Position zu stärken – ohne dafür Druck ausüben oder sich rechtfertigen zu müssen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung zu Rechten, Versorgungsfragen und konkreten nächsten Schritten – telefonisch, online und in vielen Regionen auch persönlich. Auf mehr-patientensicherheit.de finden sich weitere Fallberichte und Informationen rund um Patientensicherheit in der ambulanten Versorgung.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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