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2025-137

Schwere Virusinfektion als Hochrisikopatient

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Fallbeschreibung:

Virusinfektion im Krankenhaus: Hochrisikopatient im Doppelzimmer

Ich bin als Hochrisikopatient in ein Doppelzimmer gekommen. Der hinzukommende Patient kam aus einem Milieu, in dem es viel ungeschützten Kontakt zu Personen aus aller Welt gab. Es fand keine Luftreinigung statt.

Nach dem Klinikaufenthalt musste ich dann durch Ansteckung mit einem hochpathogenen Erreger gleich auf die Quarantänestation eines anderen Krankenhauses und habe mich nie wieder erholt.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Keinerlei Rückmeldung oä seitens der Klinik nach Meldung, um weitere Infektionen zu vermeiden.

Verbesserungsvorschläge:

Infektionsschutz, Lufthygiene, allgemeine Hygiene, Kommunikation

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Situation wie diese ist außerordentlich belastend – und die geschilderten Folgen sind schwerwiegend. Wenn ein Mensch mit einem bereits geschwächten Immunsystem (also einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Krankheitserregern) im Krankenhaus eine ernste Infektion erwirbt, kann das den weiteren Lebensweg tiefgreifend verändern.

Hochrisikopatient:innen – das sind Menschen, deren Immunsystem etwa durch Erkrankung, Medikamente oder Therapien geschwächt ist – sind in besonderem Maß auf Schutzmaßnahmen angewiesen, die sie selbst oft nicht beeinflussen können. In Mehrbettzimmern ohne gezielte Lufthygiene (also ohne technische Maßnahmen zur Reduktion von Krankheitserregern in der Raumluft) kann das Risiko einer Übertragung erhöht sein. In einer solchen Situation gibt es für Betroffene häufig nur begrenzten Spielraum zum Eingreifen – das ist wichtig anzuerkennen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt dennoch einige Möglichkeiten, die sich vor oder zu Beginn eines Klinikaufenthalts in Betracht ziehen lassen – ohne dass daraus eine Verpflichtung entsteht.

  • Den eigenen Risikostatus frühzeitig ansprechen: Wer weiß, dass das eigene Immunsystem geschwächt ist, kann dies bereits vor der Aufnahme oder beim Erstkontakt mit dem Stationspersonal benennen. Ein möglicher Einstieg: „Ich bin immungeschwächt – gibt es die Möglichkeit, das bei der Zimmerbelegung zu berücksichtigen?“
  • Gezielt nach Schutzmaßnahmen fragen: Es ist möglich, das Behandlungsteam zu fragen, welche Maßnahmen zum Infektionsschutz auf der Station vorgesehen sind – zum Beispiel zur Zimmerbelegung oder zur Luftqualität.
  • Eine Begleitperson einbeziehen: Wenn der eigene Zustand es nicht zulässt, diese Fragen selbst zu stellen, kann eine nahestehende Person diese Rolle übernehmen und als Fürsprecherin oder Fürsprecher auftreten.
  • Rückmeldungen zu Sicherheitsbedenken dokumentieren: Wer während des Aufenthalts Bedenken äußert, kann diese kurz schriftlich festhalten – Datum, Inhalt und Reaktion des Personals. Das erleichtert eine spätere Meldung und kann zur Verbesserung für andere beitragen.

Worauf Sie achten können

  • Ist das Behandlungsteam über eine bestehende Immunschwäche oder ein erhöhtes Infektionsrisiko informiert?
  • Ist bekannt, an wen man sich wenden kann, wenn Bedenken zur Zimmerbelegung oder zu Hygienebedingungen bestehen – etwa eine Stations- oder Pflegeleitung?
  • Gibt es eine Vertrauensperson, die im Krankenhaus als Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner fungieren kann, falls die eigene Kraft dafür nicht ausreicht?
  • Ist nach einem Klinikaufenthalt mit Infektionsverdacht bekannt, wo Erfahrungen anonym gemeldet werden können – zum Beispiel auf mehr-patientensicherheit.de – um anderen zu helfen?

Sie sind nicht allein

Wenn Sie eine ähnliche Erfahrung gemacht haben oder Fragen zu Ihren Rechten als Patient:in haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und vertrauliche Beratung an. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihre Erfahrungen anonym melden und damit dazu beitragen, die Versorgung für andere sicherer zu machen.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, sonstiger Bereich
Geschlecht: weiblich

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Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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