2026-194
Zur Operation massiv gedrängt
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Mein Vater erhielt in der Klinik aufgrund seiner Blutarmut eine Bluttransfusion. In diesem Zusammenhang empfahl der Chefarzt der Kardiologie der Klinik meinem Vater (Mitte 80) eine neue Herzklappe im TAVI-Verfahren. Weil er bereits an anderen Erkrankungen schwer erkrankt war und ein Kardiologe einer anderen Einrichtung diesen Eingriff aufgrund der Vorerkrankungen meines Vaters nicht empfahl, lehnte mein Vater diesen Eingriff ab. Daraufhin brüllte der Arzt meinen Vater an: „Es sei im egal was andere Ärzte meinten“ und drängte ihn zur Operation. Am nächsten Tag wollte eine Pflegekraft ihn dennoch für eine OP-Voruntersuchung vorbereiten. Mein Vater musste nochmals energisch deutlich machen, dass er keine OP mehr möchte. Es ist eine Unverschämtheit, wie dieser Arzt mit meinem alten und kranken Vater umgegangen ist.
Wenn ältere und schwer erkrankte Menschen im Krankenhaus unter Druck gesetzt werden, eine Behandlung anzunehmen, die sie abgelehnt haben, ist das eine belastende Erfahrung – sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Angehörigen. Das Recht, einen medizinischen Eingriff abzulehnen, gehört zu den grundlegenden Patientenrechten in Deutschland – unabhängig vom Alter oder vom Schweregrad einer Erkrankung.
In Situationen wie dieser können mehrere Faktoren zusammenkommen: unterschiedliche medizinische Einschätzungen verschiedener Fachärzte, ein hoher Zeitdruck im Klinikalltag und Kommunikationsprobleme zwischen Stationen oder Behandlungsteams. Das kann dazu führen, dass eine bereits klar getroffene Entscheidung nicht konsequent weitergegeben oder respektiert wird.
Als Angehörige oder Begleitperson ist es möglich, aktiv dazu beizutragen, dass die Entscheidungen einer Patientin oder eines Patienten gehört und respektiert werden.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung zu Patientenrechten an – auch in Situationen, in denen Betroffene oder Angehörige das Gefühl haben, nicht respektiert worden zu sein. Eigene Erfahrungen – positive wie negative – lassen sich außerdem anonym auf mehr-patientensicherheit.de melden, damit andere davon lernen können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein Patient wurde trotz dokumentierter Einwilligungsänderung bilateral statt unilateral behandelt. Was dieser Fall über Kommunikationslücken lehrt.
Fall lesen →Nach einer Hüft-TEP riss der Oberschenkelknochen – eine seltene, aber ernste Komplikation. Erfahrungsbericht eines Betroffenen mit wichtigen Hinweisen.
Fall lesen →Ein Fall zeigt: Trotz Warnungen der Anästhesie wurde operiert – mit fatalen Folgen. Was dieser Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Nach einer Katarakt-OP erlitt ein Patient einen bleibenden Sehschaden. Aufklärungsgespräche waren dokumentiert, fanden aber nie statt. Ein Lernfall.
Fall lesen →Jahrelange Schmerzen nach Brückenversorgung im Oberkiefer – ein Fall über unzureichende Aufklärung, verzögerte Diagnose und schwere Folgeschäden.
Fall lesen →Eine 85-Jährige erhielt während einer OP ohne Rücksprache eine Harnleiterschiene. Was sagt das zu Aufklärung, Einwilligung und Patientenrechten?
Fall lesen →Ein Patient musste seine Darmspiegelung zweimal absagen, weil Clopidogrel nicht rechtzeitig abgesetzt wurde. Was dieser Fall für die Patientensicherheit lehrt.
Fall lesen →Dreimal MRT mit Gadolinium, kein Arztgespräch, monatelange Beschwerden: Ein Patientenbericht über Kontrastmittelnebenwirkungen und fehlende Aufklärung.
Fall lesen →Nach einer Prostata-OP unter Vollnarkose litt ein Patient lange an Hüftschmerzen. Ein Fall über mögliche Lagerungsschäden im OP.
Fall lesen →Patientenverfügung beim Aufnahmegespräch übergeben – und ignoriert. Dazu eine misslungene Leistenbruch-OP. Ein Fall über Patientenrechte.
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team