2026-140
7 Monate nach einer Rezidiv OP verstorben
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1. Bei der Patientin wurde eine Rezidiv Operation mittels eines DaVinci-Robotersystems in einer Klinik durchgeführt. Postoperativ lag histologisch eine R1-Situation (mikroskopischer Tumorrest) eines low-grade-serösen Ovarialkarzinoms vor.
2. Eine Woche später: Aufgrund einer akuten Komplikation (geplatzte Darmnaht) erfolgte eine chirurgische Notoperation, bei der ein Stoma angelegt wurde.
3. Zwei Wochen nach der Notoperation: Diagnose einer kompletten Rektumstumpf-Insuffizienz.
4. Drei Wochen nach der Diagnose bis sechs Wochen später: Zur Versorgung der Insuffizienz wurde eine endoluminale Vakuumtherapie (Endosponge-Therapie) unter Anschluss der Vivano Tec Pro Vakuumpumpe im rektalen Wundbereich angewendet.
5. Vorfeld (etwa zwei Monate vor den Eingriffen): Wenige Wochen vor den Eingriffen attestierte der Leiter eines Spezialzentrums eines Klinikums, Herr Prof. Dr., der Patientin schriftlich einen „hervorragenden Allgemeinzustand“. Dieser beruhte auf einem aktiven Lebensstil (Sport, gesunde Ernährung, Abstinenz).
6. Fünf Monate nach der R1-Situation: Ein CT einer Klinik sowie ein OP-Bericht der Urologie eines Klinikums dokumentierten nur fünf Monate nach der R1-Situation eine erhebliche und separationstypische Tumorprogression.
7. Am Ende der Behandlung verstarb die Patientin infolge einer Tumorkachexie auf der Palliativstation einer Klinik.
Der Verlust eines nahestehenden Menschen nach einer schweren Erkrankung und mehreren aufeinanderfolgenden Komplikationen ist eine außerordentlich belastende Erfahrung. Wenn Angehörige dabei den Eindruck gewinnen, dass bestimmte Behandlungsentscheidungen möglicherweise nicht dem gebotenen Standard entsprachen, kann das zusätzlich zu Schmerz und Trauer auch das Gefühl von Hilflosigkeit und Unverständnis auslösen.
In Fällen wie diesem – mit einer Abfolge schwerwiegender Komplikationen nach einer onkologischen Operation (einer Operation wegen eines Rückfalls einer Krebserkrankung) – stehen Betroffene und Angehörige häufig vor komplexen medizinischen Zusammenhängen, die sich von außen nur schwer einordnen lassen. Für Außenstehende war in dieser akuten Behandlungssituation kein realistischer Spielraum zum Eingreifen vorhanden – das ist wichtig anzuerkennen.
Wenn Angehörige nach dem Tod einer nahestehenden Person Fragen zur Behandlung haben oder den Verdacht hegen, dass etwas nicht dem medizinischen Standard entsprach, gibt es Wege, diese Fragen zu klären und Unterstützung zu finden.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, neutrale Unterstützung für Betroffene und Angehörige – auch bei Fragen zu möglichen Behandlungsfehlern und zu Ihren Rechten als Angehörige.
Weitere Informationen, Erfahrungsberichte und Hinweise zur Patientensicherheit finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – dort können Sie auch eigene Erlebnisse anonym melden und damit zur Verbesserung der Versorgung für andere beitragen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team