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2026-112

Arbeitsunfall falsch behandelt – starke Schmerzen in beiden Füßen

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Fallbeschreibung:

Sprunggelenkverletzung verkannt: Fehlende Ruhigstellung nach Arbeitsunfall

Hatte einen Arbeitsunfall, als ich beim Doc (Durchgangsarzt) war wurden gleich am nächsten Tag (was ganz toll war) mrt’s von beiden Füssen gemacht….
„Kein Knochen oder Bänderschaden“ bisschen schonen und dann wird es wieder ….. War 3 mal in der Praxis (grosse Praxis mit vielen Ärzten) und jedesmal hat mich ein anderer behandelt (darauf geschaut) beim 3 Besuch innerhalb 8 Tagen (und Schmerzen das ich mich nur mit Krücken bewegen konnte Zuhause auf allen Vieren) habe ich Physio bekommen.

Gesagt, getan doch der erste Besuch in der Physio war nach 5 Minuten beendet weil der Therapeut sagte(ich kann ihre Füße nicht Mal berühren ohne das die sich zusammenziehen vor lauter Schmerzen) wieder beim Doc hieß es „ja so schlimm wird’s nicht sein, nur am Anfang“ damit gab ich mich nicht zufrieden und ging in Klinik . Dort wurden nochmals mrt’s erstellt und mir wurde mitgeteilt das auch wenn nichts gebrochen ist die Verletzungen dermaßen massiv sind (hatte/habe Blutergüsse in beiden Sprunggelenken und Fusswurzeln bis ins Knochenmark innere), dass die Füße hätten eingegibst gehören und die Physio absolut noch nicht hätte beginnen dürfen. Von einem Behandlungsfehler wurde nicht gesagt, auch nicht auf direkter nachfrage, wieso den auch man bringt ja seine Kollegen nicht in verlegenheit.
3 Wochen lang hatte ich darauf stillgelegte Füße.
Zurück beim erst behandelten doc hab ich mitgeteilt was mir gesagt wurde, er war ziemlich sauer über mein Vorgehen und wollte auch nicht verstehen was dann falsch gelaufen sei, weil er es als nicht sooo schlimm ansah
Bin noch immer im Krankenstand, linke Seite hat sich Recht gut erholt doch die rechte Seite macht immer noch Probleme und starke schmerzen, hab auch orthopädische Schuhe bekommen ob es jemals wieder was wird oder ich meinen Beruf nochmals ausüben kann steht in den Sternen!

Gut gelaufen:

Ganz schnelles MRT !! Auch Doc ist kein Gott, wenn ihr Zweifel habt, wendet euch direkt an die nächste entsprechende Klinik

Schlecht gelaufen:

Durch Massenabfertigung wird nicht richtig geschaut und diagnostiziert Da es 3 verschiedene Ärzte in einer Praxis angeschaut haben und jeder dachte er machts richtig.

Verbesserungsvorschläge:

Hmmm, es sollte immer nur ein behandelter Arzt pro Fall geben

Weitere Infos:

Traut niemandem wenn’s um die Gesundheit geht, auch Ärzte wollen nur Geld verdienen

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein Arbeitsunfall ist belastend genug – wenn dann trotz starker Schmerzen keine Besserung eintritt und man das Gefühl hat, nicht ausreichend gehört zu werden, ist das eine sehr zermürbende Erfahrung. In größeren Praxen mit mehreren Behandelnden kann es vorkommen, dass bei jedem Besuch eine andere Person die Beurteilung übernimmt und der Gesamtverlauf nicht vollständig im Blick behalten wird. Informationen, die bei einem Termin wichtig wären – zum Beispiel, dass sich der Zustand trotz Behandlung nicht verbessert oder sogar verschlechtert – gehen dabei manchmal verloren.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer selbst in einer vergleichbaren Lage ist, hat verschiedene Möglichkeiten, aktiv zur eigenen Versorgung beizutragen.

  • Behandlungskontinuität ansprechen: In einer Praxis mit mehreren Ärztinnen und Ärzten ist es möglich, aktiv darum zu bitten, bei Folgeterminen nach Möglichkeit von derselben Person weiterbehandelt zu werden. Eine Formulierung könnte sein: „Ist es möglich, dass ich beim nächsten Termin wieder bei derselben Ärztin bin, damit sie meinen Verlauf kennt?“
  • Symptome konkret benennen: Schmerzen lassen sich auf einer Skala von 0 bis 10 beschreiben und mit Alltagsbeispielen verdeutlichen – etwa: „Ich kann mich zu Hause nur noch auf allen Vieren fortbewegen.“ Solche konkreten Schilderungen können helfen, die tatsächliche Schwere der Beeinträchtigung verständlich zu machen.
  • Eine zweite Meinung einholen: Wenn Beschwerden trotz Behandlung anhalten oder sich verschlimmern, ist es jederzeit möglich, eine zweite ärztliche Einschätzung – etwa in einer Klinikambulanz – einzuholen. Das ist ein legitimes und sinnvolles Vorgehen, keine Kritik an der bisherigen Behandlung.
  • Therapieschritte hinterfragen: Vor Beginn einer Physiotherapie (Behandlung durch gezielte Bewegung und manuelle Techniken) ist es möglich zu fragen: „Ist mein Zustand bereits stabil genug für diese Behandlung?“ – besonders dann, wenn Schmerzen sehr stark sind.

Worauf Sie achten können

  • Wenn bei jedem Termin eine andere Person behandelt: aktiv erfragen, ob die Vorbefunde und der bisherige Verlauf vollständig vorliegen.
  • Eigene Beschwerden schriftlich festhalten – Datum, Schmerzstärke, Einschränkungen im Alltag – um Veränderungen im Verlauf nachvollziehbar zu machen.
  • Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden trotz Behandlung: eine Klinikambulanz oder spezialisierte Einrichtung als weitere Anlaufstelle in Betracht ziehen.
  • Befunde und Arztbriefe, soweit möglich, selbst aufbewahren – das erleichtert eine Weiterbehandlung durch andere Stellen erheblich.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Geschlecht: männlich

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