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2024-1330

B12 Intrinsic Faktor nicht richtig behandelt

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Fallbeschreibung:

Vitamin-B12-Mangel: Verzögerte Behandlung mit Folgeschäden

Seit 2008 ist belegt das ich einen B12 Mangel hatte mit 128 und Tabletten halfen nicht. Statt das Problem zu lösen sollte ich mir einen anderen Hausarzt suchen, was ich getan habe. Dort hat man das Problem erkannt, aber aus heutigem Wissen nicht richtig behandelt. Nur wenn ich genervt habe, habe ich alle paar Monate mal eine B12 erhalten und musste auch selbst zahlen.Beim Arzt, der die Praxis übernommen hatte, ging es genauso weiter. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass es hätte anderes laufen müssen und ich regelmäßig meine Spritzen brauche.
Erst als ich beim 4 Arzt nach knapp 5 Jahren gelandet bin, habe ich regelmäßig die B12 Spritzen auf Rezept erhalten. Allerdings blieben, Schmerzen, Missempfindungen, Konzentrationsstörung, Müdigkeit und Erschöpfung teilweise erhalten. Heute weiß ich, weil es wohl einfach zu lange war und habe Pech. Mit dem Ergebnis EM Rentnerin zu sein und Sozialhilfe zu beziehen.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Dass das Blutergebnis und die Problematik nicht ernst genommen wurde. Ich musste ständig beim 2 und 3 Arzt mit viel Diskussionen und Kraft, die ich da schon lange nicht mehr hatte, hinterher laufen.

Verbesserungsvorschläge:

Menschen mit so einem Blutbild und Symptomen ernst nehmen. Vielleicht hätte ich dann noch ein normales Leben. Man hat sich nicht mal damit beschäftigt, warum dieser wert bei einer so jungen Frau da ist und mit Tabletten nicht behandelt werden konnte. Ich bin Baujahr 1980 und ab 2008 ging der spuck los. Erst 2015 ging es mir etwas besser. Dazwischen habe ich 17std geschlafen und hatte kein Leben mehr.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ein Symptom oder ein auffälliger Laborwert über Jahre nicht ausreichend behandelt wird, kann das für Betroffene weitreichende Folgen haben – körperlich, aber auch für die gesamte Lebenssituation. Besonders belastend ist es, wenn man sich trotz spürbarer Beschwerden immer wieder selbst Gehör verschaffen muss, obwohl man dafür kaum noch Kraft hat.

In diesem Fall bestand über mehrere Jahre ein unzureichend behandelter Vitamin-B12-Mangel. Vitamin B12 ist ein lebenswichtiger Nährstoff, der unter anderem für das Nervensystem und die Blutbildung gebraucht wird. Wenn der Körper B12 aus der Nahrung nicht richtig aufnehmen kann – zum Beispiel wegen eines fehlenden Eiweißes namens Intrinsic Factor –, helfen Tabletten oft nicht, und es sind regelmäßige Injektionen (Spritzen) notwendig. Diese Zusammenhänge sind nicht immer auf Anhieb erkennbar, und ein langer Weg bis zur richtigen Behandlung ist leider keine Seltenheit.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer ähnliche Erfahrungen macht, kann auf verschiedene Wege zurückgreifen, um die eigene Versorgung aktiv mitzugestalten.

  • Bei anhaltenden Beschwerden und unklaren Laborwerten ist es möglich, gezielt nach einer Ursachenklärung zu fragen – zum Beispiel: „Ich nehme die Tabletten regelmäßig, aber mein Wert verbessert sich nicht. Kann es sein, dass mein Körper B12 nicht über den Darm aufnehmen kann?“ Eine solche Frage kann dazu beitragen, dass weitere Untersuchungen in Betracht gezogen werden.
  • Es ist möglich, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen – bei einem anderen Hausarzt oder einer Fachärztin für innere Medizin (Internistin). Das ist ein normaler und anerkannter Schritt in der medizinischen Versorgung, kein Misstrauensvotum.
  • Eigene Symptome und ihre Entwicklung schriftlich festzuhalten, kann hilfreich sein – zum Beispiel in einer einfachen Liste mit Datum, Art der Beschwerden und deren Stärke. Diese Aufzeichnungen lassen sich bei Arztterminen vorlegen und helfen dabei, ein vollständiges Bild zu vermitteln.
  • Wenn jemand aus dem persönlichen Umfeld zur Verfügung steht, kann eine Begleitperson beim Arzttermin unterstützen – etwa dabei, Fragen zu stellen oder Informationen nachzufragen, wenn die eigene Kraft gerade nicht ausreicht.

Worauf Sie achten können

  • Wenn Tabletten einen Mangel über einen längeren Zeitraum nicht beheben, ist es möglich, nach der Aufnahmeform zu fragen – also danach, ob der Wirkstoff vielleicht als Injektion besser wirken würde.
  • Es ist möglich, Laborwerte schriftlich zu erbitten und aufzubewahren – so lässt sich die Entwicklung über die Zeit nachvollziehen, auch wenn man die Arztpraxis wechselt.
  • Bei Unsicherheit über eine Diagnose oder Behandlung ist es möglich, gezielt nach einem Überweisungsschein zu einer Fachärztin oder einem Facharzt zu fragen – zum Beispiel zur Inneren Medizin oder Neurologie, wenn Nervensymptome wie Missempfindungen auftreten.
  • Organisationen wie die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bieten kostenlose, neutrale Beratung an – auch dazu, welche Behandlungen bei bestimmten Diagnosen üblich sind und welche Ansprüche Patientinnen und Patienten haben.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder Fragen zu Ihren Rechten als Patientin oder Patient haben, erreichen Sie die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos unter 0800 011 77 22. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie eigene Erfahrungen anonym berichten und damit dazu beitragen, dass andere Betroffene besser informiert sind.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 15-29 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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