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2026-027

Brennender Schmerz bei Narkoseeinleitung – informierter Arzt nicht anwesend

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Fallbeschreibung:

Narkoseeinleitung: Schmerzen und schwere Übelkeit nach OP

Bei der Einleitung der Narkose bekam ich stark brennende Schmerzen im Arm.
Ich habe es gesagt da hieß es, ist gleich vorbei.
Der Eingraff war um 9 Uhr, sollte ambulant erfolgen.
Im Aufwachraum habe ich mich mehrere Male übergeben, wurde nicht wach, sodass ich stationär aufgenommen wurde. Morgens um 4 Uhr wurde ich wach.
Die Übelkeit und die Kopfschmerzen hielten noch weitere 4 Tage an.
Der Narkosearzt wußte von der Empfindlichkeit, der Übelkeit und dass ich Morphinpatientin bin.
Leider war dieser nicht während der OP anwesend.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Bei Arztwechsel: Bitte nochmal den Patienten fragen. Bzw. routinemäßig bei der Einleitung ein Lokalanesthetikum vor dem Propofol geben ebenso ein Mittel gegen Übelkeit.

Weitere Infos:

Bei allem Stress, Zeitdruck………bitte auf den Patienten achten/ihn beachten. Ich bin überzeugt, dass allen Beteiligten das Wohl des Patienten sehr sehr wichtig ist.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine geplante Operation ist für viele Menschen bereits eine belastende Situation – wenn dann unerwartete Schmerzen und starke Nachwirkungen der Narkose hinzukommen, kann das sehr zermürbend sein. Dieser Fall zeigt, wie wichtig der reibungslose Informationsfluss zwischen allen Beteiligten ist – besonders dann, wenn kurz vor dem Eingriff ein Wechsel im medizinischen Team stattfindet.

Die betroffene Patientin hatte ihrem Narkosearzt (dem Anästhesisten, der für Betäubung und Überwachung zuständig ist) wichtige Informationen mitgeteilt: ihre Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Mitteln, ihre Neigung zu Übelkeit und dass sie Morphin-Patientin ist. Dieser Arzt war jedoch während der Operation nicht anwesend. Solche Übergaben sind im Klinikalltag herausfordernd – und wenn dabei Informationen verloren gehen, kann das spürbare Folgen für Patientinnen und Patienten haben.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer wichtige Informationen zur eigenen Gesundheit bereits im Vorfeld schriftlich festhält, kann dazu beitragen, dass diese auch bei einem kurzfristigen Teamwechsel verfügbar bleiben.

  • Wichtige Vorinformationen schriftlich mitbringen: Wer weiß, dass er oder sie auf bestimmte Medikamente empfindlich reagiert oder zu Übelkeit nach Narkosen neigt, kann diese Informationen auf einem Zettel oder einer Notfallkarte festhalten und direkt beim Eingriff dabei haben.
  • Kurz vor dem Eingriff aktiv nachfragen: Es ist möglich, direkt im Einleitungsraum zu fragen: „Sind Ihnen meine besonderen Hinweise bekannt – zum Beispiel meine Empfindlichkeit und meine Neigung zu Übelkeit?“ Das gibt die Möglichkeit, Missverständnisse rechtzeitig zu klären.
  • Beschwerden während der Einleitung benennen: Wenn beim Einleiten der Narkose Schmerzen oder ein brennendes Gefühl auftreten, ist es möglich, dies sofort und direkt zu äußern – zum Beispiel: „Ich spüre starkes Brennen im Arm, das fühlt sich nicht normal an.“ Das medizinische Team kann dann reagieren.
  • Eine Begleitperson einbeziehen: Eine Vertrauensperson, die über die eigenen medizinischen Besonderheiten informiert ist, kann im Wartebereich oder beim Aufnahmegespräch unterstützend einwirken – und im Zweifelsfall nachfragen, ob alle relevanten Informationen weitergegeben wurden.

Worauf Sie achten können

  • Wichtige medizinische Informationen – wie bekannte Unverträglichkeiten, frühere Narkosereaktionen oder Dauermedikamente – schriftlich festhalten und zum Termin mitbringen.
  • Beim Aufklärungsgespräch (dem Gespräch vor der Operation) gezielt fragen, wie sichergestellt wird, dass diese Informationen auch beim tatsächlich operierenden Team ankommen.
  • Im Einleitungsraum ruhig und klar Beschwerden oder Unsicherheiten ansprechen – das Personal ist dafür da, zuzuhören.
  • Nach dem Eingriff im Aufwachraum ebenfalls aktiv auf anhaltende Übelkeit oder Schmerzen hinweisen – auch wenn man sich dabei unwohl oder erschöpft fühlt.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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